Logfile Monitoring und E-Mail Benachrichtigung mit swatch unter Debian und Ubuntu
Logfiles enthalten viele wertvolle Informationen. Eine Platte ist defekt, das RAID gibt den Geist auf, ein Backup ist fehlgeschlagen oder die Batterie von der USV ist kaputt. Leider bekommt man von diesen wichtigen Infos wenig mit, wenn man sich über auftauchende Probleme nicht automatisiert benachrichtigen lässt. Niemand kann (oder will
) täglich alle anfallenden Logs checken.
Ein einfaches und effektives Monitoring kann man sich mit dem kleinen Daemon "swatch" einrichten. Swatch liest live Logfiles mit und führt Aktionen aus, wenn bestimmte Schlüsselworte in den Logfiles auftauchen.
Hier ein Quick and Dirty Setup um das Logfile von rsnapshot, einem Backuptool zu monitoren und bei Problemen eine Mail zu versenden:
# swatch installieren apt-get -y install swatch
Nun muss man sich das Logfiles das überwacht werden soll ansehen und identifizieren, was dort gelogged wird, wenn Fehler auftauchen. Hier als Beispiel das Logfile von rsnapshot nach einem Backup, das Probleme verursacht hat:
[15/May/2013:01:00:21] require Lchown [15/May/2013:01:00:21] Lchown module loaded successfully [15/May/2013:01:00:21] /usr/bin/rsnapshot daily: started [15/May/2013:01:00:21] Setting locale to POSIX "C" [15/May/2013:01:00:21] echo 13895 > /var/run/rsnapshot.pid [15/May/2013:01:00:21] /root/scripts/nas-backup [15/May/2013:01:00:26] /bin/rm -rf /media/net/nas1/data/daily.6/ [15/May/2013:01:13:30] mv /media/net/nas1/data/daily.5/ /media/net/nas1/data/daily.6/ [15/May/2013:01:13:30] mv /media/net/nas1/data/daily.4/ /media/net/nas1/data/daily.5/ [15/May/2013:01:13:30] mv /media/net/nas1/data/daily.3/ /media/net/nas1/data/daily.4/ [15/May/2013:01:13:30] mv /media/net/nas1/data/daily.2/ /media/net/nas1/data/daily.3/ [15/May/2013:01:13:30] mv /media/net/nas1/data/daily.1/ /media/net/nas1/data/daily.2/ [15/May/2013:01:13:30] /bin/cp -al /media/net/nas1/data/daily.0 /media/net/nas1/data/daily.1 [15/May/2013:01:30:07] /usr/bin/rsync -av --delete --numeric-ids --relative --delete-excluded /media/local/share /media/net/nas1/data/daily.0/localhost/ [15/May/2013:01:32:19] rsync succeeded [15/May/2013:01:32:19] /usr/bin/rsync -av --delete --numeric-ids --relative --delete-excluded /etc /media/net/nas1/data/daily.0/localhost/ [15/May/2013:01:32:21] rsync succeeded [15/May/2013:01:32:21] /usr/bin/rsync -av --delete --numeric-ids --relative --delete-excluded /home /media/net/nas1/data/daily.0/localhost/ [15/May/2013:03:28:06] rsync succeeded [15/May/2013:03:28:06] /usr/bin/rsync -av --delete --numeric-ids --relative --delete-excluded /var /media/net/nas1/data/daily.0/localhost/ [15/May/2013:03:55:06] /usr/bin/rsnapshot daily: ERROR: /usr/bin/rsync returned 12 while processing /var/ [15/May/2013:03:55:06] /usr/bin/logger -i -p user.err -t rsnapshot /usr/bin/rsnapshot daily: ERROR: /usr/bin/rsync returned 12 while processing /var/ [15/May/2013:03:55:06] touch /media/net/nas1/data/daily.0/ [15/May/2013:03:55:08] No directory to delete: /media/net/nas1/data/_delete.13895 [15/May/2013:03:55:08] rm -f /var/run/rsnapshot.pid [15/May/2013:03:55:08] /usr/bin/logger -i -p user.err -t rsnapshot /usr/bin/rsnapshot daily: ERROR: /usr/bin/rsnapshot daily: completed, but with some errors [15/May/2013:03:55:08] /usr/bin/rsnapshot daily: ERROR: /usr/bin/rsnapshot daily: completed, but with some errors
Im rsnapshot-Log tauchen also die Wörter "ERROR:" und "errors" auf, falls es Probleme gibt. Dies teilt man Swatch in einer neu angelegten Konfigurationsdatei mit:
#/etc/swatch/watch_rsnapshot watchfor /ERROR|errors/ mail addresses=daniel\@daniel-ritter.de,subject=RSNAPSHOT_BACKUP_HAT_WARNUNG_GENERIERT
In der "watchfor"-Zeile werden die zu überwachenden Schlüsselwörter konfiguriert, in der "mail"-Zeile gibt man eine Mail-Adresse und ein Subject für die Warn-Email an.
Nun muss swatch nur noch gestartet werden:
/usr/bin/swatch --config-file=/etc/swatch/watch_rsnapshot --tail-file=/var/log/rsnapshot.log --daemon
Fallstricke:
- Das Starten von swatch muss in die Startskripte des Servers eingefügt werden, damit swatch nach einem Reboot sofort wieder mit der Überwachung beginnt.
- Das E-Mail System des Servers muss funktionieren. Am Besten generiert man eine Testmail und überprüft, ob sie tatsächlich bei der konfigurierten E-Mail Adresse ankommt. Dafür kann man einfach eines der zu überwachenden Schlüsselworte an die überwachte Logdatei anhängen.
echo "errors" >> /var/log/rsnapshot.log
Bei Problemen schaut man am Besten in den Logdateien des MTA nach um dem Fehler auf die Schliche zu kommen /var/log/exim4/mainlog (Exim) oder /var/log/mail.log (Postfix)
FTL – Faster Than Light. Durchgezockt auf Normal.
Heute ausnahmsweise mal ein Gaming-Video von mir. FTL hat mich sehr gefesselt in den letzten Monaten. Hier besiege ich das Spiel schließlich.
http://www.ftlgame.com
SFTP mit chroot unter Debian Squeeze einrichten
Per SFTP können sicher Daten auf einen Server geschoben werden. Jedoch möchte man in der Regel nicht, dass der SFTP-Benutzer sich an der Konsole einloggen kann, oder auf andere Verzeichnisse als sein eigenes zugreifen darf. Seit OpenSSH 5 ist in den SSH-Daemon direkt SFTP-Funktionalität eingebaut, man benötigt also keine externe Serversoftware mehr. Ein beschränkter Benutzer für SFTP kann so eingerichtet werden:
User für SFTP anlegen:
# User anlegen adduser sftp # Kein Shell-Zugriff usermod -s /bin/false sftp # Für chroot muss das Userverzeichnis root gehören und darf nicht world/group writeable sein chown root:root /home/sftp chmod 755 /home/sftp # Der User darf nicht direkt ins chroot /home/sftp schreiben. Uploadverzeichnis anlegen mkdir /home/sftp/upload chown sftp:sftp /home/sftp/upload
sshd Config anpassen:
#/etc/ssh/sshd_config
Subsystem sftp internal-sftp
# Auskommentieren:
#Subsystem sftp /usr/lib/openssh/sftp-server
Match User sftp
ChrootDirectory /home/%u
ForceCommand internal-sftp
X11Forwarding no
AllowTcpForwarding no
SSHD neu starten:
/etc/init.d/sshd restart
Debuggen:
tail -f /var/log/auth.log
Fallstricke:
Auch übergeordnete Verzeichnisse, also / und /home müssen root gehören und die Rechte müssen auf 755 gesetzt sein.
Dynamischen DNS-Hostname von FreeDNS updaten mit inadyn
Länger als ein Jahrzehnt war Dyndns.org der beliebteste kostenlose Anbieter für dynamische DNS Dienste. Leider hat der Dienst vor einiger Zeit seine Geschäftspolitik geändert und ist jetzt nicht mehr kostenlos.
Eine gute kostenlose Alternative ist FreeDNS.
Hier können kostenlos beliebig viele dynamische Hosts unter einem Account angelegt werden und es gibt eine große Auswahl an Domains, aus der man sich den favourisierten eigenen Namen aussuchen kann.
1. Account bei FreeDNS erstellen (http://freedns.afraid.org)
2. Dynamischen Hostnamen anlegen
3. FreeDNS Hashwert für den Account ermitteln. Dafür im Hauptmenü auf "Dynamic DNS" klicken. Danach unten auf der Seite auf "Direct URL" klicken. Aus der URL den Hashwert extrahieren.
URL: http://freedns.afraid.org/dynamic/update.php?9g86g9876g978g976g976g908g7==
Hashwert: 9g86g9876g978g976g976g908g7
4. Updateclient unter Linux installieren und starten:
#!/bin/bash apt-get -y install inadyn inadyn --background --dyndns_system default@freedns.afraid.org -a mein.host.name,hashwert
Screwsoft VPN Client für Fritbox VPN unter Ubuntu 12.10 installieren
Um Ubuntu mit dem VPN einer Fritzbox zu verbinden benötigt man einen IPSec-Client.
Hier bietet sich der Screwsoft VPN Client an, der leider seit einiger Zeit nicht mehr in den Repositories von Ubuntu vorhanden ist. Man kommt also nicht um eine manuelle Installation herum. Diese funktioniert allerdings mit dem folgenden Skript sehr einfach:
Bei interaktiven Fragen während der Installation bestätigt man einfach mit ENTER.
#!/bin/bash # Daniel Ritter 20130314 # Install Screwsoft VPN-Client Ubuntu 12.10 sudo apt-get update sudo apt-get -y install libedit-dev libqt4-core libqt4-dev libqt4-gui sudo apt-get -y install build-essential checkinstall cmake libcurl3-openssl-dev bison flex cd /tmp wget https://www.shrew.net/download/ike/ike-2.2.0-rc-2.tgz tar xvf ./ike-2.2.0-rc-2.tgz cd ike cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX=/usr -DQTGUI=YES -DETCDIR=/etc -DNATT=YES sudo checkinstall sudo cp /etc/iked.conf.sample /etc/iked.conf
Nach der Installation kann der VPN Client so gestartet werden:
sudo iked sudo qikea
Hoher Akkuverbrauch bei Android: surfaceflinger und mediaserver verursachen eine hohe CPU-Last
Auf meinem ewigen Quest die Akkulaufzeit meiner Androidgeräte möglichst gut zu optimieren, bin ich seit einer Zeit immer wieder über zwei Systemprozesse gestolpert, die ohne ersichtlichen Grund an meiner Batterielaufzeit genagt haben: surfaceflinger und mediaserver.
1. surfaceflinger
surfaceflinger managed den Android-Framebuffer. Dieser wird im Endeffekt benötig um Ausgaben auf dem Bildschirm auszugeben. Leider scheint surfaceflinger seit einigen Androidversionen im Zusammenspiel mit bestimmten Roms fehlerhaft zu sein.
Ein wenig Recherche im Internet brachte mich auf eine funktionierende Lösung: Wenn man Einstellungen -> Display -> "Display automatisch drehen" deaktiviert, verhält sich surfaceflinger sofort wieder normal. Da ich ein Smartphone mit ausschiebbarer Tastatur habe, benötige ich die automatische Drehung nicht wirklich. Ich kann den Screen manuell durch das Öffnen der Tastatur drehen. Androidnutzer ohne Tastatur müssen wohl zur Zeit auf ein Widget zum Drehen des Bildschirmes zurückgreifen oder mit der Energieverschwendung leben.
2. mediaserver
mediaserver war bei mir Stromfresser Nummer 2. Der Prozess kümmert sich um das Bereitstellen von Medien für verschiedene Applikationen und um den Mediascan der SD-Karte. Dieser ist bei mir nach jedem Reboot aber auch unnachvollziehbar im laufenden Betrieb angesprungen. Er frisst sehr viel Batterie, verlangsamt das Telefon stark und ist in meinem Fall unnütz, da er lediglich Bilder und Musikdateien für die internen Android-Applikationen bereitstellt (Galerie, Mediaplayer). Ich nutze als Bildbetrachter "Quickpic" und als Musikplayer "Poweramp". Beide bringen ihre eigenen Sacnroutinen mit, deshalb konnte ich die Scanfunktion des Mediaservers ohne Probleme abschalten.
su pm disable com.android.providers.media/com.android.providers.media.MediaScannerReceiver
Danach werden interne Androidapps nicht mehr über neue Medien informiert und der Scanner läuft gar nicht mehr.
Um ihn wieder zu aktivieren führt man ein
su pm enable com.android.providers.media/com.android.providers.media.MediaScannerReceiver
im lokalen Android Terminal aus (zum Beispiel mit der App ConnectBot)
Fazit:
Durch das Bändigen der beiden Prozesse im Zusammenspiel mit den Verändeurngen aus dem oben verlinkten älteren Blogartikel von mir komme ich wieder auf angenehme 1,5% - 2,0% Akkuverbrauch pro Stunde.
Portierung meiner Rufnummer von Yourfone zu ALDI Talk
Nach etwas weniger als einem Jahr möchte ich meinen bisherigen Mobilfunkanbieter Yourfone verlassen und zu ALDI Talk wechseln.
Die etwas günstigeren Konditionen haben mich gelockt und ich stürze mich mal wieder in das Abenteuer einer Rufnummernportierung.
Gelockt hat mich auch der FONIC Smart Tarif, der im O2 Netzt funkt. Dieser ist für mich aber leider mit 500 Inklusivminuten zu knapp bemessen.
Eine Portierung kann ein steiniger Weg sein, wie ich bereits vor fast einem Jahr gebloggt habe: http://www.daniel-ritter.de/blog/vertragskundigung-bei-blau-de-mit-rufnummernmitnahme. Ich hoffe das Beste und stürze mich ins Abenteuer.
Laut Wikipedia soll nach neuem EU-Recht eine Portierung innerhalb eines Tages für die Anbieter Pflicht sein, mir würden ja schon ein paar Wochen reichen. Ich bin gespannt.
Ein am 25. Mai 2011 in Kraft getretenes Reformpaket zur EU-Telekommunikationsregulierung legt fest, dass Verbraucher innerhalb eines Tages ihren Telefonanbieter wechseln können müssen und dabei ihre Rufnummer mitnehmen dürfen. http://de.wikipedia.org/wiki/Rufnummernmitnahme
Meine derzeitigen Konditionen bei Yourfone:
- Monatlich kündbar
- Flat in alle deutschen Netze
- 500MB Internetflat
- Schrottiges E-PLUS Netz
- Alle SMS kosten 9ct.
€ 24,95 / Monat
Meine neuen Konditionen bei ALDI Talk (ALDI Talk Paket 2000):
- Monatlich kündbar
- 2000 Minuten oder SMS in alle deutschen Netze
- 500MB Internetflat
- Schrottiges E-PLUS Netz
€ 19,95 / Monat
Die 2000 Minuten sollten dicke reichen und ich zahle nun nicht mehr für SMS. Außerdem kostet mich alles 5 Euro weniger im gleichen Netz. Sehr schön.
Hier mein Portierungstagebuch:
23.01.2013
Habe mir ein ALDI Talk Starterset für € 12,99 an der ALDI-Kasse gekauft (€10 Startguthaben sind enthalten). Dies kann leicht online auf der ALDI Talk Website registriert werden. Gleichzeitig kann die Rufnummernmitnahme in Auftrag gegeben werden. Netterweise stellt der Assistent auch noch ein Kündigungsschreiben für den alten Anbieter als PDF zur Verfügung. Dieses habe ich direkt an Yourfone gefaxt. Da beim letzten Mal meine Portierung zunächst fehlschlug, da meine Adressdaten beim neuen Anbieter nicht exakt mit denen beim alten Anbieter übereinstimmten (wo genau der Fehler lag, habe ich nicht erfahren), habe ich für meine Anschrift exakt die Schreibweise von meiner letzten Yourfone-Rechnung gewählt.
Ich harre nun der Dinge die da kommen mögen.
30.01.2013
Bisher keine Reaktion von Yourfone, keine Reaktion von ALDI. Habe bei Yourfone per E-Mail nachgefragt, ob meine Kündigung eingegangen ist.
03.02.2013
Yourfone bestätigt mir per E-Mail meine Kündigung zum 14.03. Mist, habe ein paar Tage zu spät gekündigt und habe deshalb noch einen ganzen weiteren Monat vor mir.
18.02.2013
Bisher nichts zur Portierung. Weder von ALDI, noch von Yourfone. Werde mich wohl bald durch die Hotlines quälen müssen. Besonders die Yourfone Hotline ist nervig. Gewollt jung und meiner Erfahrung nach inkompetent. Dafür wird man zwangsgeduzt. Ziemlich trashig.
19.02.2013
Ich lege das erste Mal meine ALDI-SIM ins Handy um die Hotline erreichen zu können. Bei einem Anruf bei der ALDI-Hotline von meiner Yourfone-Karte aus höre ich nur "Diese Rufnummer ist aus dem E-Plus Netz nicht erreichbar". Die angerufene Nummer ist eine normale E-PLUS Nummer. E-Plus sperrt gerne einzelne Rufnummern, auch wenn es klar gegen das Telekommunikationsgesetz verstößt. Besonders wenn es um Interconnect-Zahlungen und die Konkurrenz geht, ist die Durchleitungspflicht anscheinend nicht mehr bindend.
Nach dem Neustart meines Handys erlebe ich zunächst eine Überraschung. Nach der Eingabe der PIN der neuen ALDI-Karte erwartet mein Custom Android noch eine "PIN zur Entsperrung des SIM-Netzwerkes". Netlock? Seltsam. Mein Telefon ist Simlockfrei. Nach einem Reboot erscheint diese meldung erneut, ich kann mich aber trotzdem ins Netz einbuchen.
Ich rufe die 1157 an und erreiche die ALDI-Hotline. Mir wird mitgeteilt, dass die Portierung versucht wurde, der alte Anbieter allerdings nicht zugestimmt hat, da noch keine Freigabe für die Rufnummernportierung von mir eingegangen sein. Toll. Das alte Spiel. Der nächste Anruf also bei der Yourfone Teeny-Hotline.
Sim-Karten Wechsel und Anruf bei der Yourfone-Hotline (11413). Die Portierungsanfrage von ALDI wurde bereits am 24.01. gestellt. Wohl zu schnell für Yourfone - ein Tag nachdem mein Fax eingegangen ist. Beim nächsten Mal werde ich also ein paar Tage warten, bis ich die Portierung in Auftrag gebe. Das (diesmal sehr freundliche) Yourfone-Kid sagt, dass jetzt alles im "grünen Bereich" ist und ich die Portierung bei ALDI noch einmal anstoßen soll.
Erneuter SIM-Karten Wechsel. Erneuter Anruf bei der ALDI Hotline (1157). Ich erreiche die gleiche Telefonistin, teile ihr mit, dass die Portierung erneut angestoßen werden soll. Sie gibt die Portierung in Auftrag. Sie sagt mir noch, dass ich in 3 Tagen erneut anrufen könnte um den Portierungstermin zu erfragen, ich würde aber auch Post erhalten.
Mal schauen...
25.02.2013
Ein erneuter Anruf bei der ALDI-Hotline. Ich frage nach, ob die Portierung meiner Rufnummer eingeleitet worden ist. Der Hotliner sagt mir, dass eine Portierung nach wie vor nicht möglich war, da Yourfone nicht zugestimmt hätte. Es habe wohl eine erneute zeitliche Überschneidung gegeben. Notiz an mich: Bei der nächsten Portierung erst beim alten Anbieter die Zustimmung zur Portierung geben, dann mindestens eine Woche warten, danach beim neuen Anbieter die Portierung in Auftrag geben. Der Hotliner gibt die Portierung erneut in Auftrag, rät mir aber bei Yourfone nachzufragen, ob die Freigabe inzwischen aktiv ist. Ich könne mich am Mittwoch erneut erkundigen, ob die Portierung läuft.
Ich rufe bei Yourfone an. Hier teilt man mir mit, dass das Portierungsmerkmal seit dem 20. 02. gesetzt sei. ALDI hat wohl am 19. angefragt. Irgendwie sollten die Telcos die Probleme doch kennen und einfach ein paar Tage warten? Meine erste Erlaubnis zur Portierung, die bereits einen Monat alt ist, ist verfallen? Albern. Ich habe noch 3 Wochen, bis mein alter Vertrag endet.
27.02.2013
Erneuter Anruf bei ALDI. Die Portierung wurde von Yourfone abgelehnt (lol). Die Telefonistin sagt mir, dass es 2 Merkmale gäbe, die für eine erfolgreiche Portierung beim ehemaligen Anbieter gesetzt sein müssen. Zum einen die Freigabe der Rufnummer, zum anderen die Erlaubnis zur Übertragung der Rufnummer vor Ende der Vertragslaufzeit ("opt-in"). Never ending fun. Ich bitte die Telefonistin, die Anfrage erneut am 04.03. zu stellen, damit ich genug Zeit habe, die Sache mit den Yourfone-Kiddies "in den grünen Bereich" zu bringen.
In meinem Hinterkopf arbeitet es. Da war doch was.... Ich melde mich online im Yourfone Kundenportal an und finde unter "Mein Bereich" -> "Tarif" die Option "Rufnummernportierung - Opt-in geben". Hört sich toll an. Vielleicht klappt es hier. Ich bestätige. Das Yourfone-Portal gibt mir folgende Meldung:
Hinweis: Uns liegt deine Einverständniserklärung zu einer vorzeitigen Portierung zu einem anderen Anbieter vor. Diese kannst du hier widerrufen.
We will see....
27.02.2013 (später)
Ich erhalte eine E-Mail von Yourfone. Mein "Opt-In" ist angeblich aktiv. Da das Kündigungsdatum im Kundenportal leider nicht stimmte und auch der Rest des Dramas wenig vertrauenerweckend war, traue ich der Sache noch nicht so ganz.
04.03.2013 (Zwischenspiel)
Yourfone beschert mir heute morgen eine weitere unangenehme Überraschung. Ich erhalte eine SMS:
Dein automatisches Kostenlimit ist fast erreicht. Zum Schutz erfolgt bei Überschreitung eine Karten-Sperre bis Monatsende. Kostenlimit jetzt erhöhen unter 11413.
Kostenlimit? Ich habe Flats! Ich versuche die Hotline 11413 anzurufen. Ich erhalte eine Ansage aus dem Netz, dass
meine Karte gesperrt wurde und ich die Hotline anrufen soll. Super. Die Anwahlnummer aus Fremdnetzen ist eine 0900er,
sie ist aus meinem Sipgate Festnetz nicht zu erreichen. Ich rufe mit Sipgate die Yourfone 0800er Bestellhotline an
und schildere mein Problem. Mir wird gesagt, dass bei Yourfone ein Kostenschutz aktiv wird, wenn 75 Euro Telefonkosten angefallen sind. Die Karte wird dann einfach gesperrt, die Hotline ist von der Karte nicht mehr erreichbar. Lol. Ich habe außerhalb meiner Flat keine kostenpflichtigen Rufnummern angerufen. Wie hoch die Kosten auf meinem Konto sind, kann mir auch nicht mitgeteilt werden. Ich frage, ob ich zur normalen Hotline verbunden werden kann, da ich sie über meine Anschlüsse nicht mehr erreichen kann. Er verneint und rät mir zu einem Nachbarn zu gehen oder in einen Callshop. Es ist wirklich an der Zeit diese Bude zu verlassen!
04.03.2013 (später)
Ich rufe die ALDI-Hotline an um mich nach der Portierung zu erkundigen. Gute Nachrichten, die Portierung sei im Gange und die Nummer würde am 12.04 auf meiner ALDI-Talk Karte geschaltet werden. Ich bin erleichtert. Leider kann ich über Yourfone nicht mehr telefonieren. Habe aber auch keine Lust mich für die letzte Woche nochmal durch die Hotlines zu quälen. Ich werde also eine Woche mit 2 Handys rumlaufen. Mein Yourfone-Handy für eingehende Anrufe, mein temporäres ALDI-Handy für ausgehende Anrufe. Mal schauen, ob ich es jetzt geschafft habe, oder ob noch böse Überraschungen auf mich warten.
05.03.2013 (Zwischenspiel)
Ich versuche es mal via Twitter und schreibe an @yourfone um zu fragen, warum meine Karte gesperrt ist. Mir wird eine spezielle E-Mail Adresse genannt, an die ich mich wenden kann. Hier: Super Service. Innerhalb von 2 Stunden ist das Problem geklärt.
Hallo Daniel, wir haben grundsätzlich für jeden Kunden ein Sicherheitslimit von 75 € eingerichtet um unsere Kunden vor hohen Rechnungen zu schützen. Da auf einmal die 25 € für die Rufnummernmitnahme gebucht wurden, haben sich die Warn-SMS (die kurz vor erreichen der 75 € rausgeht) und die Überschreitung der 75 € überschnitten. Wir können dir für die letzte Zeit bei uns aber gerne dein Sicherheitslimit erhöhen, damit du dein Handy noch nutzen kannst. Gib uns doch hierzu bitte eine kurze Rückmeldung auf wie viel wir erhöhen sollen.
Wie ich auf die 75 € komme ist mir zwar noch unklar, werde die letzte Rechnung überprüfen müssen, aber wenigstens kann ich wieder telefonieren.
06.03.2013
In meinem Briefkasten ist ein Brief von ALDI-Talk. Die Portierung zum 12.03. wird mir dort bestätigt.
Im Yourfone-Portal lese ich:
Rufnummernportierung Wir haben deinem neuen Anbieter seine Portierungsanfrage bestätigt, deine Rufnummer wird zum 12.03.2013 portiert.
Klingt alles sehr gut. Mal schauen....
12.03.2013 01:30 Uhr
Ich erhalte eine E-Mail von Yourfone:
Betreff: Rufnummerntausch wurde durchgeführt Hallo Daniel, deine Rufnummer [MEINE NUMMER] wurde wie von dir gewünscht zur Portierung freigegeben. Da du dich aber für die vorzeitige Portierung entschieden hast, läuft dein yourfone.de Vertrag weiter. Damit du deine Allnet Flat auch wie gewohnt nutzen kannst, haben wir dir eine neue Rufnummer zugeordnet: [ERNEUT MEINE NUMMER] Bitte beachte, dass das Einverständnis zur Portierung deiner Rufnummer nicht automatisch die Kündigung deines Vertrages bedeutet. Viele Grüße Dein yourfone.de Team
Aha. Meine alte Nummer wurde also portiert, ich erhalte als Ersatznummer jedoch wieder meine alte Nummer?
Vielleicht ist das Chaos doch noch nicht beendet. Als unangenehmen Nebeneffekt kann ich mich nicht mehr im Kundenportal
anmelden. Der Benutzername dort ist die eigene Rufnummer. Meine eigene Rufnummer funktioniert nicht mehr, die neue kenne ich nicht. Die Yourfone-SIM ist weiterhin unter meiner alten Nummer erreichbar. Ich schreibe erneut an das Twitter-Team von Yourfone und bitte um Klärung.
12.03.2013 später
Ich habe es geschafft. Meine Rufnummer ist bei ALDI gelandet, ich erhalte vom Yourfone Twitter-Team eine Mail, in der mir meine richtige Nummer mitgeteilt wird. Neues Problemchen: Mein Android kommt mit der ALDI-SIM nicht klar. Alle Apps Forceclosen nach Sekunden. Na ja, ein Wipe mehr oder weniger, was solls. Bleibt nur zu hoffen, dass meine Yourfone-Kündigung zum bestätigten Zeitpunkt klappt, da im Onlineportal das Datum nicht korrekt angezeigt wird. Ich bin angekommen im alten neuen Netz.
15.03.2013 später
Meine Yourfone SIM kann sich nicht mehr ins Netz einbuchen. Ich kann mich allerdings auch nicht mehr ins Yourfone Kundenportal einloggen, um meine Abschlussrechnung (die mit den 75 Euro?) herunterzuladen. Habe erneut dem Yourfone Social-Team geschrieben.
Fazit
Die ganze Odyssee war erbärmlich. Der Hauptfehler lag wohl bei der Yourfone-Hotline, die mir mehrmals bestätigt hat, dass eine Portierung möglich sei, obwohl sie es nicht war. Hinzu kamen (eventuell) einige Zeitüberschneidungen. Ich bezweifle stark, dass die EU-Vorgaben (Portierung innerhalb eines Tages) in absehbarer Zeit möglich sein werden. Es wirkt eher so, dass man es den Kunden so schwer wie möglich macht oder die internen Prozesse nicht unter Kontrolle hat. Ich halte mich nicht für portierungsunerfahren, aber ohne erhebliche Eigeninitiative hätte ich meine Nummer wohl verloren.
Notiz an mich für das nächste Mal:
- Erst beim alten Anbieter kündigen, Kündigungsbestätigung abwarten.
- Bei Prepaidanbietern Verzichtserklärung einreichen. Bestätigung abwarten.
- "Opt-In" für Portierung geben, am Besten falls verfügbar über das Onlineportal und nicht über die Hotline. Bestätigung abwarten.
- Eine Woche warten.
- Beim neuen Anbieter Portierung beantragen.
- Bei Problemen die Social Media Teams der Anbieter nutzen. Sie sind besser als die Telefonhotline.
13 Tricks um den Android Akku zu schonen für eine bessere Batterie-Laufzeit
Die Akkulaufzeiten bei Smartphones sind ein Rückschritt. Das gute alte Nokia 3210 hielt locker 5 Tage durch, heute ist man schon froh, wenn das Handy einen Tag schafft. Der große technische Durchbruch für bessere Akkus scheint nicht unmittelbar bevorzustehen, also mußte ich mir selbst helfen. Alle Tricks die ich hier beschreibe sind sicherlich nicht der Königsweg um das Problem zu lösen. Da Stromsparen auch immer einen Komfortverlust bedeutet, muß man individuell entscheiden, welche Maßnahmen sich lohnen und welche nerven.
Um wirklich alle Möglichkeiten des Akkuschonens auszureizen, kommt man leider nicht darum herum, sein Telefon zu rooten oder ein Custom ROM einzuspielen, da viele Einstellungen auf einem "normalen" Androiden gar nicht erst vom Benutzer verändert werden können.
1. Der Akku
Die von der Herstellern mitgelieferten Akkus sind zwar meistens gut und genau auf das entsprechende Device abgestimmt, aber besonders bei preiswerten Geräten wird hier auch gespart. Die Leistung eines Akkus ist so gut wie immer auf dem Akku selbst in Milliamperestunden (mAh) aufgedruckt. Mit einer Suche bei Amazon findet man in der Regel Ersatzakkus für jedes Gerät. Stärkere Akkus für die Geräte sind meist größer als das Originalzubehör, so dass man eine spezielle neue Abdeckhaube für das Handy benötigt. Diese Haube liegt den Akkus bei, macht das Gerät aber dicker, damit der größere Akku Platz findet. Für viele nicht die ideale Lösung, aber eine zuverlässige Möglichkeit, auf jeden Fall eine höhere Laufleistung zu erreichen.
2. CPU-Taktung
Ein großer Verbraucher neben dem Bildschirm ist die CPU bei Smartphones. Hier fallen besonders Apps und Services ins Gewicht, die im Hintergrund arbeiten und die CPU belasten, gerade wenn das Smartphone im Standby ist und eigentlich gar nicht vom Benutzer gebraucht wird. Man wundert sich am dann Abend, dass das Gerät schon wieder fast leer ist, obwohl man es gar nicht benutzt hat. Die Prozesse im Hintergrund haben den ganzen Tag irgendetwas getan und den Akku so leergesaugt.
Die Beste Möglichkeit um das Problem zu beheben wäre natürlich die Prozesse zu bändigen. Mit einer dynmaischen CPU-Taktung kann man den Verbrauch aber zumindest deckeln, wenn das Gerät im Standby ist.
Die Geschwindigkeit mit der eine CPU maximal rechnen darf, kann in fast allen Smartphones geregelt werden. Normalerweise macht das System dies selbst - je nach voreingestellter Herstellerkonfiguration. Diese kann akkuschonend oder sehr belastend sein. Als Benutzer hat man jedoch bei einem gerooteten Gerät die Möglichkeit, das Verhalten selbst zu steuern. Zum Beispiel mit der App "CPU Tuner" . Hier kann man eine Regel erstellen, die bewirkt, dass der Prozessor bei ausgeschaltetem Bildschirm auf Minimalleistung heruntertaktet und beim Einschalten des Bildschirms wieder auf maximale Leistung taktet. So können wildgelaufene Prozesse nur noch mit geringer Geschwindigkeit am Akku nagen. Das ist jedoch bestenfalls ein Notnagel. Besser ist es, zu wissen welche Prozesse auf dem Telefon laufen müssen und die restlichen zu deaktivieren. Ein übler Nachteil diser Methode ist es, dass das Telefon nach dem Aktivieren des Screens nicht sofort schnell reagiert. Besonders wenn man auf ein schnelles Interface und auf die sofortige Annahme von eingehenden Gesprächen wert legt, ist eine zu niedrige CPU-Taktung im Standy ein No-Go.
3. Laufende Programme und Dienste
Eindeutig das Hauptproblem für eine schlechte Laufleistung sind im Hintergrund laufende Dienste und Apps. Leider hat die Offenheit von Android das System in eine ähnliche Lage gebracht wie damals Windows XP. Applikationen dürfen sich nach Belieben selbst starten zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Dies kann durch "nicht root" Benutzer nicht konfiguriert werden. Die einzige Möglichkeit die Apps daran zu hindern ist, sie zu deinstallieren.
Oft wird versucht dem Problem mit "Taskkillern" Herr zu werden. Diese beenden alle oder ausgewählte laufende Apps. Da Apps und Dienste jedoch selbst neu starten können, helfen "Taskkiller" nicht. Im Gegenteil. Durch den CPU-intensiven Neustart nach dem Beenden durch den Taskkiller saugen sie noch einmal zusätzlich am Akku und verschlimmern das Problem.
Dazu kommt das Problem von laufenden Systemdiensten. Besonders bei gebrandeten Herstellertelefonen werden häufig zusätzlich zum offiziellen Android aus dem AOSP Dienste installiert. Zum Beispiel für den Musikshop des Herstellers, Herstellerdienste für Social Networks und viele weitre Anpassungen, die man unter Umständen gar nicht braucht, die sich aber ungeniert am Akku bedienen.
4. Unnötige Apps entfernen
Da man meistens gar nicht weiss, welche Dinge so im Hintergrund laufen, sollte man dies zuerst untersuchen. Ich habe das mit der App "System Panel" getan. Sie bietet einen Historymodus, der konstant protokolliert, welche App wie viel CPU-Leistung benötigt. Hier sollte man nach 2-3 Tagen aussagekräftige Ergebnisse finden. Auf meinem bereits optimierten Telefon sieht es so aus: Nun ist man in Besitz einer Liste von allen Apps und Services, die in den letzten Tagen Strom verbraucht haben. Vielleicht findet man hier bereits normale Apps, die man gar nicht benötigt. Diese kann man jetzt mit Android-Bordmitteln deinstallieren.
5. Unnötige Dienste entfernen
Schwieriger wird es mit den Systemdiensten. diese sind über das normale Deinstallationsinterface nicht erreichbar und es kann zu Problemen kommen, wenn man die falschen Dienste entfernt. Zusätzlich sind manche Dienste auch noch kryptisch benannt, so dass man nicht sicher sein kann, wofür ein Dienst überhaupt zuständig ist. Hier muß man leider selbst recherchieren. Ein guter Anlaufpunkt ist das XDA-Forum. Hier findet sich zu fast jedem Handymodell ein Thread, der die Dienste näher beschreibt und nach Nutzererfahrungen mitteilt, welche gefahrlos deaktiviert werden können.
Hat man die überflüssigen Dienste (es sind lediglich einzelne Dateien im Dateisystem des Smartphones) mit einem Dateisystem-Filemanager wie zum Beispiel Root Explorer entfernt, hat man schon eine Menge für den Akku getan.
6. Autostart von Apps verhindern
Nun hat man zwar die Anzahl der Installierten Apps und Prozesse reduzuiert, aber sie können sich nach wie vor selbst starten. Man sollte also die Autostarts für alle Apps die im Protokoll aufgetaucht sind, die aber nicht ständig laufen müssen, deaktivieren. Das geht (leider recht unkomfortabel) mit dem "Gemini App Manager"
Jede App kann sich bei Android an Trigger hängen um einen Autostart auszulösen. Zum Beispiel "starte App, wenn WLAN eingeschaltet wird". Leider müssen alle diese Trigger von Hand per App deaktiviert werden. Das kann bei vielen Apps einige Zeit in Anspruch nehmen. Danach starten die Apps jedoch nur noch, wenn man sie selbst aufruft.
7. Besseres Taskkillen mit Autokiller
Android verwaltet die laufenden und zu killenden Apps selbst. Für diesen Zweck sind im System Grenzwerte festgelegt. (Wenn nicht genügend freier Speicher frei ist, kille nicht benötigte Apps). Der Android "Autokiller" funktioniert sehr gut und tötet intelligent Apps, die schon lange nicht mehr benötigt wurden. Allerdings sind die Standardwerte meistens sehr großzügig eingestellt. Es wird kauf freier Speicher vorgehalten. Das System ist langsam in der Benutzung, da erst aufgeräumt wird, wenn der Nutzer aktiv Speicher benötigt (zum Beispiel beim starten einer App). Dieses Caching Verhalten kann mit dem Tool Autokiller angepasst werden. Es gilt Einstellungen zu finden, die das System schnell machen, aber trotzdem die benötigten Apps leben lassen. Hier spart man Akku und gewinnt gleichzeitig Geschwindigkeit.
8. Aktivierte Hardware
Hier fallen besonders WLAN, GPS und Bluetooth ins Gewicht. Man sollte diese Dienste entweder mit Disziplin selbst deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden oder besser ihre Einstellungen automatisieren. Dazu mehr am Ende dieses Artikels.
9. Genutzte Mobilfunktechnik
Normalerweise befinden sich Smartphones im UMTS-Modus, wenn er verfügbar ist, da dieser schnelleres Internet ermöglicht. Allerdings verbraucht er auch mehr Akku, als der alte GSM-Modus. Die Modi dauernd per Hand zu switchen ist möglich, aber nervig. Auch hier ist eine Automatisierung die bessere Wahl. GSM im Standby erhöht die Akkulaufzeit enorm.
10. Datenverkehr
Viele Smartphones sind ständig online. Jeder Datenverkehr verbraucht Akku. Falls man das Internet nur benötigt, wenn man das Smartphone aktiv benutzt, kann man manuell oder automatisiert das Internet ausschalten. Möchte oder muß man immer online sein, kann man zumindest mit einer Firewall wie Droidwall einzelnen Apps verbieten online zu gehen. Viele gratis Spiele funken den ganzen Tag nach Hause und sollten schon aus Datenschutzgründen daran gehindert werden.
Zusätzlich kann man das Nachladen von Werbung mit einem Adblocker wie Adfree unterbinden.
11. Bildschirmhelligkeit
Der Bildschirm ist der größte Verbraucher, wenn das Gerät aktiv genutzt wird. Hier sollte man mit der Helligkeitseinstellung experimientieren und einen Wert finden, mit dem man dauerhaft leben kann. Ich habe meine Helligkeit auf ca 50% des Maximums heruntergeregelt und hatte nach Gewöhnung keinen Komfortverlust.
12. Vibrationen
Vibrationen sind einzeln nicht tragisch, aber können in Summe auch am Akku nagen. Generell sollte man zu viele Benachrichtungen mit Vibration vermeiden.
13. Automatisierung
Nun ist es an der Zeit das Smartphone ein wenig smarter zu machen. Dienste sollten sich von selbst abschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Falls man WIFI, GPS, Bluetooth, etc. nicht manuell dauernd an- und ausschalten möchte empfiehlt sich eine Automatisierungsapp.
Sehr gut geeignet ist hier Llama. Hier kann man selbst Regeln vergeben. Unten im Bild sieht man meine Regel für einen Bildschirm, der gerade ausgeschaltet wurde. Man kann sehr individuell die Stromfresser nach eigenem Gusto in die Schranken weisen. In Verbindung mit Secure Settings wird Llama noch mächtiger. Secure Settings kann manche Einstellungen regeln, auf die LLama nicht zugreifen kann.
Ergebnis
Mein SONY Experia Mini Pro sk17i (mango) schafft inzwischen statt knapp einem Tag eine Laufzeit von 2.5 bis 3 Tagen.
(Kamarush Kernel, MiniCMSandwich Lite AOSP ROM, Android 4.0, Sony Ericsson EP500 Akku CBA-0002027 1160mAh)
Out of The Box USB Soundkarte für Linux – Logilink (UA0078) Soundkarte 7.1
Für ganze 6 Euro ist mir diese kleine, praktische USB-Soundkarte in die Hände gefallen. Sie besitzt eine Micbuchse, eine Speakerbuchse und einen Lautstärkeregler. Mit ihrer Hilfe kann man jedem Rechner sofort eine Soundkarte spendieren. Praktisch zum Beispiel temporär auf Servern um VoiP zu nutzen, oder um Sound auf einem Rechner zu haben, dessen Soundkarte Probleme macht.
Der Klang ist natürlich nicht berauschend, aber das echte Plug and Play ist problemlos.
Sie läuft direkt Out Of The Box nach dem Einstecken unter Ubuntu 12.04. Im Pulseaudiomixer taucht sie als "Audio Adapter Analog Stereo" auf und kann dort geregelt werden.
#/var/log/syslog Aug 4 18:55:22 ww kernel: [ 4629.448058] usb 5-2: new full-speed USB device number 7 using ohci_hcd Aug 4 18:55:22 ww mtp-probe: checking bus 5, device 7: "/sys/devices/pci0000:00/0000:00:13.0/usb5/5-2" Aug 4 18:55:22 ww mtp-probe: bus: 5, device: 7 was not an MTP device Aug 4 18:55:22 ww kernel: [ 4629.638832] input: C-Media USB Headphone Set as /devices/pci0000:00/0000:00:13.0/usb5/5-2/5-2:1.3/input/input16 Aug 4 18:55:22 ww kernel: [ 4629.639006] generic-usb 0003:0D8C:000C.0009: input,hidraw2: USB HID v1.00 Device [C-Media USB Headphone Set ] on usb-0000:00:13.0-2/input3
Android Kontakte und Kalender ohne Google syncen mit Horde 4
Ich wollte meine persönlichen Daten nie Google geben und habe deswegen unter Android bisher auf das Syncen von Kalender und Adressbuch verzichtet. Als Notlösung habe ich regelmässige Backups mit My Backup Pro angefertigt. Schön war das allerdings nicht. Da ich inzwischen auch ein Android-Tablet besitze wurde syncen noch wichtiger. Zum Glück lässt sich das inzwischen komplett mit Open Source Software bewerkstelligen, falls die Android-Geräte "Microsoft Active Sync" unterstützen. Mit dieser Sync-Methode kann man seinen Androiden normalerweise an ein Exchange-Konto anbinden. Die kostenlose Groupware Horde bietet seit Version 4 allerdings auch einen kompatiblen ActiveSync-Server an. Damit steht der Android Synchronisation über mehrere Devices mit dem eigenen Server nichts mehr im Wege.
Grundvoraussetung ist ein eigener Linux-Server mit Apache und MySQL.
Zunächst muss Horde 4 installiert werden:
# Die Paketierung von Horde 4 läuft über PEAR apt-get install pear # PEAR auf den neuesten Stand bringen pear upgrade pear # Den Horde-Channel dem lokalen Pear bekannt machen pear channel-discover pear.horde.org # Horde Installationsverzeichnis konfigurieren pear install horde/horde_role pear run-scripts horde/horde_role # Hier wird nach einem Installationsverzeichnis für Horde 4 gefragt. # In meinem Beispiel ist es /var/www/horde4 # Horde installieren pear install -a -B horde/webmail # Horde Konfiguration umbenennen, um Horde zu aktivieren cd /var/www/horde4/config cp ./conf.php.dist ./conf.php # Dem Webserver Rechte auf alle Horde-Files geben chown -R www-data /var/www/horde4
Datenbank für Horde in MySQL anlegen:
Horde benötigt eine Datenbank in MySQL. In meinem Beispiel habe ich für Horde mit PHPMyAdmin den Benutzer "horde4" und die Datenbank "horde4" angelegt.
Horde über den Webbrowser konfigurieren:
Horde kann nun über den Webbrowser konfiguriert werden. Dazu öffnet man im Browser http://www.meinserver.de/horde4 . Da noch nicht konfiguriert wurde, welche Authentifizierung Horde nutzt, wird man direkt als Administrator der Installation eingeloggt.
Datenbank konfigurieren:
(Administration -> Konfiguration -> Horde -> Database)
Hier die Daten zur angelegten MySQL Datenbank eintragen:

Horde Authentifizierung konfigurieren:
Horde benötigt ein Backend um den Benutzernamen und das Passwort zu überprüfen. Horde bietet dafür viele verschiedene Möglichkeiten an. Der Einfachheit halber kann man hier das Password-File benutzen (/etc/passwd). Der User muss dann nur im lokalen System angelegt werden:
adduser horde_user
(Administration -> Konfiguration -> Horde -> Authentication)

Datenbanktabellen für Horde anlegen:
Horde konnte bisher die eigenen Datenbanktabellen in MySQL noch nicht anlegen, da wir ihm eben erst die MySQL-Benutzerdaten mitgeteilt haben. Um die Tabellen anzulegen besucht man die Hauptseite der Konfiguration und wählt "Alle DB-Schemata aktualisieren", bis das Ganze so aussieht:
(Administration -> Konfiguration)
Ab sofort sollte man sich in Horde mit dem Benutzer "horde_user" und dem beim adduser-Kommando gewählten Passwort einloggen können.
Apache konfigurieren
Damit Android an Horde syncen kann, muss noch ein Alias in die Apache-Konfiguration eingetragen werden:
#/etc/apache2/httpd.conf Alias /Microsoft-Server-ActiveSync /var/www/horde4/rpc.php
Das ist notwendig, da Active-Sync Clients automatisiert die URL /Microsoft-Server-ActiveSync aufrufen, wenn sie mit ihrem Server connecten. Horde händelt die Synchronisation allerdings über die Datei rpc.php
Danach muss Apache seine Konfiguration neu laden lassen:
/etc/init.d apache2 reload
Wenn alles geklappt hat, sollte man nun auf seinem Androiden Sync-Konten einrichten können:
Mit diesem Setup Synce ich erfolgreich zwischen Horde, einem Sony Ericsson Xperia Mini Pro und einem Samsung Galaxy Tab.
Fallstricke:
- Ich hatte zunächst mit doppelten Kontakten und Kalendereinträgen zu kämpfen. Am Besten exportiert man zunächst alle Kontakte und den Kalender aus dem Handy und importiert sie in Horde. Danach löscht man alle Daten auf dem Handy und lässt sie von Horde wieder in das angelegte Active-Sync-Konto auf dem handy schieben. Horde bietet viele verschiedene Möglichkeiten an Daten zu importieren. (Organisieren -> Kalender -> Import/Export) und (Organisieren -> Adressbuch -> Import/Export). Den Kalender bekommt man zum Beispiel aus Android gut mit der App "iCal Import/Export" heraus. Mein SONY bot für den Export der Kontakte selbst die Möglichkeit an, diese in ein VCard-File zu exportieren. Aber auch hier gibt es sicher eine geeignete Lösung bei Google Play.
- Die Horde Authentifizierung per /etc/passwd sollte wie oben beschrieben funktionieren. Ich habe sie allerdings nur der Einfachheit halber für dieses Howto gewählt und nicht getestet, da ich selbst Horde an meinem IMAP-Server authentifiziere.
- Als ich angefangen habe die Syncerei zu testen, funktionierte es zuerst nur mit meinem Tablet und nicht mit dem Handy. Nach 1 Stunde frickeln war der Fehler gefunden: Android synct nicht, wenn der interne Speicher zu voll ist. Nachdem ich ein paar Apps auf die SD-Karte verschoben hatte, ging es sofort.
Vertragskündigung bei Blau.de mit Rufnummernmitnahme
Ich war bisher bei BLAU als Mobilfunkanbieter, da es das günstigste Angebot ohne Vertragsbindung für Vieltelefonierer war. Ich habe für alle SMS, alle Gespräche in alle deutschen Netze und für Internet EUR 39,95 / Monat gezahlt.
Da es seit gestern einen neuen Kampfpreis bei Yourfone für EUR 24,90 ohne Vertragsbindung gibt, war es mal wieder an der Zeit zu wechseln. Zwar sind in dem Preis SMS nicht inklusive, aber da ich ohnehin kaum über 10 SMS im Monat komme, war auch das kein Hindernis.
Hätte ich meine Rufnummer nicht portieren wollen, hätte ich gar nichts tun müssen. Die SIM-Karte wird nach Ende des Aktivitätszeitraumes automatisch deaktiviert.
Da ich meine Handynummer jedoch mitnehmen wollte zum neuen Anbieter, war folgendes Vorgehen notwendig:
- Blau.de Hotline anrufen und um Zusendung des Formulares "Verzichtserklärung zur Rufnummernmitnahme" bitten.
- Formular ausfüllen und an BLAU faxen
- EUR 24,95 Mitnahmegbühr (bekommt man vom neuen Anbieter zurück) an BLAU überweisen
- Auf Bestätigung der Freigabe der eigenen Rufnummer von BLAU per E-Mail warten
- Beim neuen Anbieter mit Rufnummernmitnahme anmelden
Ich war sehr zufrieden mit BLAU, jedoch sind die EUR 15 Ersparnis / Monat ein Argument, dem ich mich nicht verschließen konnte
Ich hoffe der Service bei Yourfone ist gut, ansonsten ist die Auswahl ja zur Zeit sehr groß.
03.05.2012
Erste Ernüchterungen. Ich habe bisher weder eine Nachricht von BLAU, noch eine von Yourfone erhalten. Beim Anruf auf der Yourfone 0800er Hotline erfuhr ich, dass meine Portierung fehlgeschlagen sei. BLAU hat die Portierung abgelehnt, da nicht die gleichen Daten bei BLAU und Yourfone hinterlegt worden sind, was definitiv nicht korrekt ist. Hätte ich mich nicht persönlich gemeldet, wäre die Sache wohl im Sande verlaufen. Der Hotliner bat mich die Daten noch einmal zu überprüfen und die Portierung dann erneut anzustoßen. Nach Überprüfung ging dann leider der bekannte Hotline-Terror los. Bei einem erneuten Anruf auf der 0800er-Hotline wollte mir die Hotlinerin nicht bei meinem Problem helfen, da sie nur Neubestellungen aufnehmen könne. Für mein Problem sollte ich die 0900er Hotline anrufen. Sie wollte mir allerdings eine erneute Bestellung entlocken, die ich abgelehnt habe, da ich nicht mit zwei SIM-Karten zuhause sitzen wollte. Ich bin inzwischen sehr vorsichtig damit bei Telcos internes Verwaltungschaos zu generieren. Die sehr widerwillig angewählte 0900er Hotline war über mein Sipgate-VoiP-Festnetz nicht erreichbar.
Also habe ich erneut eine Mail an kundenbetreuung@yourfone.de und portierung@yourfone.de geschrieben und darum gebeten meine Portierung erneut zu überprüfen. Die Portierungs-Adresse wurde extra für Portierungsprobleme eingerichtet.
07.05.2012
Antwort von Yourfone, dass die Portierung erneut versucht wurde.
11.05.2012
Mail von Yourfone, dass die Portierung erfolgreich angestossen wurde und dass ich ab dem 14.05. über Yourfone geschaltet sein werde.
Versandbestätigung meiner SIM-Karte.
14.05.2012
Morgens funktioniert mein Handy nicht mehr. Meine BLAU-Karte darf sich nicht mehr einbuchen.
Im Briefkasten liegt meine neue Yourfone-SIM. Sie muss online oder telefonisch aktiviert werden. Ich wähle die Online-Aktivierung. Ca. 30 Minuten später ist meine Yourfone-SIM aktiv. Ich bekomme sofort Konfigurationsnachrichten für Daten und MMS. Ich bin online im (alten) neuen Netz. Geschafft!
Ein erster Test der Internetverbindung war erschreckend. Ein Newsartikel benötigte ca. 30 Sekunden um zu laden. Glücklicherweise lag das nicht an Yourfone sondern an meinem Android-Handy. Durch die Konfigurationsnachricht von Yourfone wurde auch ein WAP-Zugangspunkt im Handy hinterlegt, den mein Android als default genommen hatte. Nach Entfernen des WAP-Zugangspunktes hatte ich mit dem Internet-Profil eine (gefühlt) bessere Performance als mit BLAU.
yourfone APN Einstellungen:
Internet über GPRS/UMTS
APN: internet.eplus.de
Username: eplus
Passwort: internet
Authentifizierungstyp: PAP
Erster DNS: 212.023.097.002
Zweiter DNS: 212.023.097.003
WAP über GPRS/UMTS
APN: wap.eplus.de
Username: mms
Passwort: wap
Gateway: 212.23.97.9
Startseite: http://wap.eplus.de
Authentifizierungstyp: aus
MMS
APN: mms.eplus.de
Username: mms
Passwort: eplus
Authentifizierungstyp: aus
MMSC URL: http://mms/eplus
Gateway: 212.23.97.153
WAP 1.x proxy port: 9201
WAP 2.0 proxy port: 5080
Max. Nachrichtengröße: 300 kb
Beliebige Videodateien mit ffmpeg für die PS3 in H264 konvertieren
Nach viel Sucherei und Ausprobiererei habe ich jetzt endlich herausgefunden, wie ich in möglichst guter Qualität und möglichst kleiner Dateigröße Dateien für den Mediaplayer der PS3 mit ffmpeg konvertieren kann. Die Videodateien jedes beliebigen Formates das ffmpeg unterstützt kommen in das konfigurierbare INDIR. Die konvertierten, auf der PS3 abspielbaren, Dateien landen in OUTDIR.
#!/bin/bash
# Eingangs und Ausgangsverzeichnis konfigurieren
INDIR=/home/user/vid_in
OUTDIR=/home/user/vid_out
# Eventuellen Whitespace aus den Dateinamen entfernen
find $INDIR -name "* *" -type f | rename 's/ /_/g'
for f in $(ls $INDIR)
do
# Mit ffmpeg in H264 und AAC konvertieren (Achtung, der ffmpeg-Befehl muss in EINE Zeile)
ffmpeg -y -i $INDIR/$f -vcodec libx264 -level 41 -crf 24 -threads 2 -acodec libfaac -ab 128k -ac 2 -ar 48000 $OUTDIR/$f.mp4
# Ende ffmpeg Befehl
# Die folgende Zeile kann auskommentiert werden, wenn die Originaldateien
# gelöscht werden sollen.
#rm $INDIR/$f
done
Das in den Ubuntu-Repos vorhandene ffmpeg unterstützt leider kein H264, man muss ffmpeg selbst kompilieren um in den Genuß zu kommen. Das geht mit diesem Script hier ganz leicht:
http://pasindudps.blogspot.de/2011/10/install-ffmpeg-in-ubuntu-1110-oneiric.html


















