Hoher Akkuverbrauch bei Android: surfaceflinger und mediaserver verursachen eine hohe CPU-Last
Auf meinem ewigen Quest die Akkulaufzeit meiner Androidgeräte möglichst gut zu optimieren, bin ich seit einer Zeit immer wieder über zwei Systemprozesse gestolpert, die ohne ersichtlichen Grund an meiner Batterielaufzeit genagt haben: surfaceflinger und mediaserver.
1. surfaceflinger
surfaceflinger managed den Android-Framebuffer. Dieser wird im Endeffekt benötig um Ausgaben auf dem Bildschirm auszugeben. Leider scheint surfaceflinger seit einigen Androidversionen im Zusammenspiel mit bestimmten Roms fehlerhaft zu sein.
Ein wenig Recherche im Internet brachte mich auf eine funktionierende Lösung: Wenn man Einstellungen -> Display -> "Display automatisch drehen" deaktiviert, verhält sich surfaceflinger sofort wieder normal. Da ich ein Smartphone mit ausschiebbarer Tastatur habe, benötige ich die automatische Drehung nicht wirklich. Ich kann den Screen manuell durch das Öffnen der Tastatur drehen. Androidnutzer ohne Tastatur müssen wohl zur Zeit auf ein Widget zum Drehen des Bildschirmes zurückgreifen oder mit der Energieverschwendung leben.
2. mediaserver
mediaserver war bei mir Stromfresser Nummer 2. Der Prozess kümmert sich um das Bereitstellen von Medien für verschiedene Applikationen und um den Mediascan der SD-Karte. Dieser ist bei mir nach jedem Reboot aber auch unnachvollziehbar im laufenden Betrieb angesprungen. Er frisst sehr viel Batterie, verlangsamt das Telefon stark und ist in meinem Fall unnütz, da er lediglich Bilder und Musikdateien für die internen Android-Applikationen bereitstellt (Galerie, Mediaplayer). Ich nutze als Bildbetrachter "Quickpic" und als Musikplayer "Poweramp". Beide bringen ihre eigenen Sacnroutinen mit, deshalb konnte ich die Scanfunktion des Mediaservers ohne Probleme abschalten.
su pm disable com.android.providers.media/com.android.providers.media.MediaScannerReceiver
Danach werden interne Androidapps nicht mehr über neue Medien informiert und der Scanner läuft gar nicht mehr.
Um ihn wieder zu aktivieren führt man ein
su pm enable com.android.providers.media/com.android.providers.media.MediaScannerReceiver
im lokalen Android Terminal aus (zum Beispiel mit der App ConnectBot)
Fazit:
Durch das Bändigen der beiden Prozesse im Zusammenspiel mit den Verändeurngen aus dem oben verlinkten älteren Blogartikel von mir komme ich wieder auf angenehme 1,5% - 2,0% Akkuverbrauch pro Stunde.
13 Tricks um den Android Akku zu schonen für eine bessere Batterie-Laufzeit
Die Akkulaufzeiten bei Smartphones sind ein Rückschritt. Das gute alte Nokia 3210 hielt locker 5 Tage durch, heute ist man schon froh, wenn das Handy einen Tag schafft. Der große technische Durchbruch für bessere Akkus scheint nicht unmittelbar bevorzustehen, also mußte ich mir selbst helfen. Alle Tricks die ich hier beschreibe sind sicherlich nicht der Königsweg um das Problem zu lösen. Da Stromsparen auch immer einen Komfortverlust bedeutet, muß man individuell entscheiden, welche Maßnahmen sich lohnen und welche nerven.
Um wirklich alle Möglichkeiten des Akkuschonens auszureizen, kommt man leider nicht darum herum, sein Telefon zu rooten oder ein Custom ROM einzuspielen, da viele Einstellungen auf einem "normalen" Androiden gar nicht erst vom Benutzer verändert werden können.
1. Der Akku
Die von der Herstellern mitgelieferten Akkus sind zwar meistens gut und genau auf das entsprechende Device abgestimmt, aber besonders bei preiswerten Geräten wird hier auch gespart. Die Leistung eines Akkus ist so gut wie immer auf dem Akku selbst in Milliamperestunden (mAh) aufgedruckt. Mit einer Suche bei Amazon findet man in der Regel Ersatzakkus für jedes Gerät. Stärkere Akkus für die Geräte sind meist größer als das Originalzubehör, so dass man eine spezielle neue Abdeckhaube für das Handy benötigt. Diese Haube liegt den Akkus bei, macht das Gerät aber dicker, damit der größere Akku Platz findet. Für viele nicht die ideale Lösung, aber eine zuverlässige Möglichkeit, auf jeden Fall eine höhere Laufleistung zu erreichen.
2. CPU-Taktung
Ein großer Verbraucher neben dem Bildschirm ist die CPU bei Smartphones. Hier fallen besonders Apps und Services ins Gewicht, die im Hintergrund arbeiten und die CPU belasten, gerade wenn das Smartphone im Standby ist und eigentlich gar nicht vom Benutzer gebraucht wird. Man wundert sich am dann Abend, dass das Gerät schon wieder fast leer ist, obwohl man es gar nicht benutzt hat. Die Prozesse im Hintergrund haben den ganzen Tag irgendetwas getan und den Akku so leergesaugt.
Die Beste Möglichkeit um das Problem zu beheben wäre natürlich die Prozesse zu bändigen. Mit einer dynmaischen CPU-Taktung kann man den Verbrauch aber zumindest deckeln, wenn das Gerät im Standby ist.
Die Geschwindigkeit mit der eine CPU maximal rechnen darf, kann in fast allen Smartphones geregelt werden. Normalerweise macht das System dies selbst - je nach voreingestellter Herstellerkonfiguration. Diese kann akkuschonend oder sehr belastend sein. Als Benutzer hat man jedoch bei einem gerooteten Gerät die Möglichkeit, das Verhalten selbst zu steuern. Zum Beispiel mit der App "CPU Tuner" . Hier kann man eine Regel erstellen, die bewirkt, dass der Prozessor bei ausgeschaltetem Bildschirm auf Minimalleistung heruntertaktet und beim Einschalten des Bildschirms wieder auf maximale Leistung taktet. So können wildgelaufene Prozesse nur noch mit geringer Geschwindigkeit am Akku nagen. Das ist jedoch bestenfalls ein Notnagel. Besser ist es, zu wissen welche Prozesse auf dem Telefon laufen müssen und die restlichen zu deaktivieren. Ein übler Nachteil diser Methode ist es, dass das Telefon nach dem Aktivieren des Screens nicht sofort schnell reagiert. Besonders wenn man auf ein schnelles Interface und auf die sofortige Annahme von eingehenden Gesprächen wert legt, ist eine zu niedrige CPU-Taktung im Standy ein No-Go.
3. Laufende Programme und Dienste
Eindeutig das Hauptproblem für eine schlechte Laufleistung sind im Hintergrund laufende Dienste und Apps. Leider hat die Offenheit von Android das System in eine ähnliche Lage gebracht wie damals Windows XP. Applikationen dürfen sich nach Belieben selbst starten zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Dies kann durch "nicht root" Benutzer nicht konfiguriert werden. Die einzige Möglichkeit die Apps daran zu hindern ist, sie zu deinstallieren.
Oft wird versucht dem Problem mit "Taskkillern" Herr zu werden. Diese beenden alle oder ausgewählte laufende Apps. Da Apps und Dienste jedoch selbst neu starten können, helfen "Taskkiller" nicht. Im Gegenteil. Durch den CPU-intensiven Neustart nach dem Beenden durch den Taskkiller saugen sie noch einmal zusätzlich am Akku und verschlimmern das Problem.
Dazu kommt das Problem von laufenden Systemdiensten. Besonders bei gebrandeten Herstellertelefonen werden häufig zusätzlich zum offiziellen Android aus dem AOSP Dienste installiert. Zum Beispiel für den Musikshop des Herstellers, Herstellerdienste für Social Networks und viele weitre Anpassungen, die man unter Umständen gar nicht braucht, die sich aber ungeniert am Akku bedienen.
4. Unnötige Apps entfernen
Da man meistens gar nicht weiss, welche Dinge so im Hintergrund laufen, sollte man dies zuerst untersuchen. Ich habe das mit der App "System Panel" getan. Sie bietet einen Historymodus, der konstant protokolliert, welche App wie viel CPU-Leistung benötigt. Hier sollte man nach 2-3 Tagen aussagekräftige Ergebnisse finden. Auf meinem bereits optimierten Telefon sieht es so aus: Nun ist man in Besitz einer Liste von allen Apps und Services, die in den letzten Tagen Strom verbraucht haben. Vielleicht findet man hier bereits normale Apps, die man gar nicht benötigt. Diese kann man jetzt mit Android-Bordmitteln deinstallieren.
5. Unnötige Dienste entfernen
Schwieriger wird es mit den Systemdiensten. diese sind über das normale Deinstallationsinterface nicht erreichbar und es kann zu Problemen kommen, wenn man die falschen Dienste entfernt. Zusätzlich sind manche Dienste auch noch kryptisch benannt, so dass man nicht sicher sein kann, wofür ein Dienst überhaupt zuständig ist. Hier muß man leider selbst recherchieren. Ein guter Anlaufpunkt ist das XDA-Forum. Hier findet sich zu fast jedem Handymodell ein Thread, der die Dienste näher beschreibt und nach Nutzererfahrungen mitteilt, welche gefahrlos deaktiviert werden können.
Hat man die überflüssigen Dienste (es sind lediglich einzelne Dateien im Dateisystem des Smartphones) mit einem Dateisystem-Filemanager wie zum Beispiel Root Explorer entfernt, hat man schon eine Menge für den Akku getan.
6. Autostart von Apps verhindern
Nun hat man zwar die Anzahl der Installierten Apps und Prozesse reduzuiert, aber sie können sich nach wie vor selbst starten. Man sollte also die Autostarts für alle Apps die im Protokoll aufgetaucht sind, die aber nicht ständig laufen müssen, deaktivieren. Das geht (leider recht unkomfortabel) mit dem "Gemini App Manager"
Jede App kann sich bei Android an Trigger hängen um einen Autostart auszulösen. Zum Beispiel "starte App, wenn WLAN eingeschaltet wird". Leider müssen alle diese Trigger von Hand per App deaktiviert werden. Das kann bei vielen Apps einige Zeit in Anspruch nehmen. Danach starten die Apps jedoch nur noch, wenn man sie selbst aufruft.
7. Besseres Taskkillen mit Autokiller
Android verwaltet die laufenden und zu killenden Apps selbst. Für diesen Zweck sind im System Grenzwerte festgelegt. (Wenn nicht genügend freier Speicher frei ist, kille nicht benötigte Apps). Der Android "Autokiller" funktioniert sehr gut und tötet intelligent Apps, die schon lange nicht mehr benötigt wurden. Allerdings sind die Standardwerte meistens sehr großzügig eingestellt. Es wird kauf freier Speicher vorgehalten. Das System ist langsam in der Benutzung, da erst aufgeräumt wird, wenn der Nutzer aktiv Speicher benötigt (zum Beispiel beim starten einer App). Dieses Caching Verhalten kann mit dem Tool Autokiller angepasst werden. Es gilt Einstellungen zu finden, die das System schnell machen, aber trotzdem die benötigten Apps leben lassen. Hier spart man Akku und gewinnt gleichzeitig Geschwindigkeit.
8. Aktivierte Hardware
Hier fallen besonders WLAN, GPS und Bluetooth ins Gewicht. Man sollte diese Dienste entweder mit Disziplin selbst deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden oder besser ihre Einstellungen automatisieren. Dazu mehr am Ende dieses Artikels.
9. Genutzte Mobilfunktechnik
Normalerweise befinden sich Smartphones im UMTS-Modus, wenn er verfügbar ist, da dieser schnelleres Internet ermöglicht. Allerdings verbraucht er auch mehr Akku, als der alte GSM-Modus. Die Modi dauernd per Hand zu switchen ist möglich, aber nervig. Auch hier ist eine Automatisierung die bessere Wahl. GSM im Standby erhöht die Akkulaufzeit enorm.
10. Datenverkehr
Viele Smartphones sind ständig online. Jeder Datenverkehr verbraucht Akku. Falls man das Internet nur benötigt, wenn man das Smartphone aktiv benutzt, kann man manuell oder automatisiert das Internet ausschalten. Möchte oder muß man immer online sein, kann man zumindest mit einer Firewall wie Droidwall einzelnen Apps verbieten online zu gehen. Viele gratis Spiele funken den ganzen Tag nach Hause und sollten schon aus Datenschutzgründen daran gehindert werden.
Zusätzlich kann man das Nachladen von Werbung mit einem Adblocker wie Adfree unterbinden.
11. Bildschirmhelligkeit
Der Bildschirm ist der größte Verbraucher, wenn das Gerät aktiv genutzt wird. Hier sollte man mit der Helligkeitseinstellung experimientieren und einen Wert finden, mit dem man dauerhaft leben kann. Ich habe meine Helligkeit auf ca 50% des Maximums heruntergeregelt und hatte nach Gewöhnung keinen Komfortverlust.
12. Vibrationen
Vibrationen sind einzeln nicht tragisch, aber können in Summe auch am Akku nagen. Generell sollte man zu viele Benachrichtungen mit Vibration vermeiden.
13. Automatisierung
Nun ist es an der Zeit das Smartphone ein wenig smarter zu machen. Dienste sollten sich von selbst abschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Falls man WIFI, GPS, Bluetooth, etc. nicht manuell dauernd an- und ausschalten möchte empfiehlt sich eine Automatisierungsapp.
Sehr gut geeignet ist hier Llama. Hier kann man selbst Regeln vergeben. Unten im Bild sieht man meine Regel für einen Bildschirm, der gerade ausgeschaltet wurde. Man kann sehr individuell die Stromfresser nach eigenem Gusto in die Schranken weisen. In Verbindung mit Secure Settings wird Llama noch mächtiger. Secure Settings kann manche Einstellungen regeln, auf die LLama nicht zugreifen kann.
Ergebnis
Mein SONY Experia Mini Pro sk17i (mango) schafft inzwischen statt knapp einem Tag eine Laufzeit von 2.5 bis 3 Tagen.
(Kamarush Kernel, MiniCMSandwich Lite AOSP ROM, Android 4.0, Sony Ericsson EP500 Akku CBA-0002027 1160mAh)
Android Kontakte und Kalender ohne Google syncen mit Horde 4
Ich wollte meine persönlichen Daten nie Google geben und habe deswegen unter Android bisher auf das Syncen von Kalender und Adressbuch verzichtet. Als Notlösung habe ich regelmässige Backups mit My Backup Pro angefertigt. Schön war das allerdings nicht. Da ich inzwischen auch ein Android-Tablet besitze wurde syncen noch wichtiger. Zum Glück lässt sich das inzwischen komplett mit Open Source Software bewerkstelligen, falls die Android-Geräte "Microsoft Active Sync" unterstützen. Mit dieser Sync-Methode kann man seinen Androiden normalerweise an ein Exchange-Konto anbinden. Die kostenlose Groupware Horde bietet seit Version 4 allerdings auch einen kompatiblen ActiveSync-Server an. Damit steht der Android Synchronisation über mehrere Devices mit dem eigenen Server nichts mehr im Wege.
Grundvoraussetung ist ein eigener Linux-Server mit Apache und MySQL.
Zunächst muss Horde 4 installiert werden:
# Die Paketierung von Horde 4 läuft über PEAR apt-get install pear # PEAR auf den neuesten Stand bringen pear upgrade pear # Den Horde-Channel dem lokalen Pear bekannt machen pear channel-discover pear.horde.org # Horde Installationsverzeichnis konfigurieren pear install horde/horde_role pear run-scripts horde/horde_role # Hier wird nach einem Installationsverzeichnis für Horde 4 gefragt. # In meinem Beispiel ist es /var/www/horde4 # Horde installieren pear install -a -B horde/webmail # Horde Konfiguration umbenennen, um Horde zu aktivieren cd /var/www/horde4/config cp ./conf.php.dist ./conf.php # Dem Webserver Rechte auf alle Horde-Files geben chown -R www-data /var/www/horde4
Datenbank für Horde in MySQL anlegen:
Horde benötigt eine Datenbank in MySQL. In meinem Beispiel habe ich für Horde mit PHPMyAdmin den Benutzer "horde4" und die Datenbank "horde4" angelegt.
Horde über den Webbrowser konfigurieren:
Horde kann nun über den Webbrowser konfiguriert werden. Dazu öffnet man im Browser http://www.meinserver.de/horde4 . Da noch nicht konfiguriert wurde, welche Authentifizierung Horde nutzt, wird man direkt als Administrator der Installation eingeloggt.
Datenbank konfigurieren:
(Administration -> Konfiguration -> Horde -> Database)
Hier die Daten zur angelegten MySQL Datenbank eintragen:

Horde Authentifizierung konfigurieren:
Horde benötigt ein Backend um den Benutzernamen und das Passwort zu überprüfen. Horde bietet dafür viele verschiedene Möglichkeiten an. Der Einfachheit halber kann man hier das Password-File benutzen (/etc/passwd). Der User muss dann nur im lokalen System angelegt werden:
adduser horde_user
(Administration -> Konfiguration -> Horde -> Authentication)

Datenbanktabellen für Horde anlegen:
Horde konnte bisher die eigenen Datenbanktabellen in MySQL noch nicht anlegen, da wir ihm eben erst die MySQL-Benutzerdaten mitgeteilt haben. Um die Tabellen anzulegen besucht man die Hauptseite der Konfiguration und wählt "Alle DB-Schemata aktualisieren", bis das Ganze so aussieht:
(Administration -> Konfiguration)
Ab sofort sollte man sich in Horde mit dem Benutzer "horde_user" und dem beim adduser-Kommando gewählten Passwort einloggen können.
Apache konfigurieren
Damit Android an Horde syncen kann, muss noch ein Alias in die Apache-Konfiguration eingetragen werden:
#/etc/apache2/httpd.conf Alias /Microsoft-Server-ActiveSync /var/www/horde4/rpc.php
Das ist notwendig, da Active-Sync Clients automatisiert die URL /Microsoft-Server-ActiveSync aufrufen, wenn sie mit ihrem Server connecten. Horde händelt die Synchronisation allerdings über die Datei rpc.php
Danach muss Apache seine Konfiguration neu laden lassen:
/etc/init.d apache2 reload
Wenn alles geklappt hat, sollte man nun auf seinem Androiden Sync-Konten einrichten können:
Mit diesem Setup Synce ich erfolgreich zwischen Horde, einem Sony Ericsson Xperia Mini Pro und einem Samsung Galaxy Tab.
Fallstricke:
- Ich hatte zunächst mit doppelten Kontakten und Kalendereinträgen zu kämpfen. Am Besten exportiert man zunächst alle Kontakte und den Kalender aus dem Handy und importiert sie in Horde. Danach löscht man alle Daten auf dem Handy und lässt sie von Horde wieder in das angelegte Active-Sync-Konto auf dem handy schieben. Horde bietet viele verschiedene Möglichkeiten an Daten zu importieren. (Organisieren -> Kalender -> Import/Export) und (Organisieren -> Adressbuch -> Import/Export). Den Kalender bekommt man zum Beispiel aus Android gut mit der App "iCal Import/Export" heraus. Mein SONY bot für den Export der Kontakte selbst die Möglichkeit an, diese in ein VCard-File zu exportieren. Aber auch hier gibt es sicher eine geeignete Lösung bei Google Play.
- Die Horde Authentifizierung per /etc/passwd sollte wie oben beschrieben funktionieren. Ich habe sie allerdings nur der Einfachheit halber für dieses Howto gewählt und nicht getestet, da ich selbst Horde an meinem IMAP-Server authentifiziere.
- Als ich angefangen habe die Syncerei zu testen, funktionierte es zuerst nur mit meinem Tablet und nicht mit dem Handy. Nach 1 Stunde frickeln war der Fehler gefunden: Android synct nicht, wenn der interne Speicher zu voll ist. Nachdem ich ein paar Apps auf die SD-Karte verschoben hatte, ging es sofort.
Milestone flashen unter Linux mit sbf_flash
Ich habe bisher Windows nur noch für eine einzige Sache benötigt: Um mein Motorola Milestone mit neuer Firmware zu beflashen. Dafür waren bisher ein spezieller USB-Treiber und ein Flashtool von Motorola notwendig. Diese gab es nur für Windows und aus VirtualBox heraus haben sie nicht funktioniert. [mbm], ein Android Hacker aus #milestone-modding auf irc.freenode.net hat jetzt eine Binary zusammengebastelt, mit der es auch wunderbar unter Linux funktioniert. Getestet wurde es von mir unter Ubuntu 10.10. Leider gibt es keinen Quelltext zu der App, aber es funktioniert einwandfrei. Viele andere User bestätigen das hier in der offiziellen Bekanntmachung: http://blog.opticaldelusion.org/2010/05/sbfflash.html
Download: Original | Lokaler Mirror
So sieht ein Flashvorgang mit sbf_flash aus:
box-root-18:01:33 /home/ww/Desktop -> ./sbf_flash ./GOT_DACH_GERMANY_2_2_1FULL.sbf SBF FLASH 1.08 (mbm) === GOT_DACH_GERMANY_2_2_1FULL.sbf === 00: RDL03 0x82000000-0x8204CFFF 2FC7 AP 01: CG31 0xB01C0000-0xB01C47FF 24FE AP 02: CG33 0xD13FB000-0xD1BB783F E479 AP 03: CG34 0xB03A0000-0xB03A47FF CC19 AP 04: CG35 0xB07A0000-0xB0A607FF 888E AP 05: CG36 0xF0B7D000-0xF0BE083F 6799 AP 06: CG37 0xE4034000-0xE40379BF 9325 AP 07: CG39 0xD1D64000-0xDADE583F 6DA8 AP 08: CG40 0xDD2E4000-0xDD2E483F FDFF AP 09: CG42 0xB06A0000-0xB06DFFFF 73E3 AP 10: CG45 0xB0B20000-0xB0E207FF 79ED AP 11: CG47 0xB0EE0000-0xB12A07FF 679E AP 12: CG53 0xCFD80000-0xCFD807FF FDFF AP 13: CG61 0xB0640000-0xB06607FF 6C74 AP Milestone found. >> uploading RDL03 Uploading: 100% OK >> verifying ramloader -- OK >> executing ramloader Milestone found. >> sending erase >> uploading CG31 Uploading: 100% OK >> uploading CG33 Uploading: 100% OK >> uploading CG34 Uploading: 100% OK >> uploading CG35 Uploading: 100% OK >> uploading CG36 Uploading: 100% OK >> uploading CG37 Uploading: 100% OK >> uploading CG39 Uploading: 100% OK >> uploading CG40 Uploading: 100% OK >> uploading CG42 Uploading: 100% OK >> uploading CG45 Uploading: 100% OK >> uploading CG47 Uploading: 100% OK >> uploading CG53 Uploading: 100% OK >> uploading CG61 Uploading: 100% OK >> verifying CG31 -- OK >> verifying CG33 -- OK >> verifying CG34 -- OK >> verifying CG35 -- OK >> verifying CG36 -- OK >> verifying CG37 -- OK >> verifying CG39 -- OK >> verifying CG40 -- OK >> verifying CG42 -- OK >> verifying CG45 -- OK >> verifying CG47 -- OK >> verifying CG53 -- OK >> verifying CG61 -- OK >> rebooting
Motorola Milestone – Ein Support-Horrortrip
Vorgeschichte:
Ich habe mein Meilestone nun seit ca. einem halben Jahr und es war bisher eine Haßliebe. Die Freude an den wirklich unglaublich guten Internetfunktionen wurde mir leider durch üble Verarbeitungsfehler vermiest.
Mein Gerät hat zwei schwere Probleme. Zum einen hat die Kopfhörer-Buchse einen Wackelkontakt, so dass man in Bewegung keine Musik hören kann. Es knackst andauernd oder einer der Kanäle verschwindet. Dies scheint ein Produktionsfehler bei den Geräten zu sein den leider sehr viele Käufer beklagen. http://www.android-hilfe.de/motorola-milestone/13227-wackelkontakt-kopfhoereranschluss.html (19 Seiten Thread)
Der erste Fehler war schon nervig, der zweite machte mein Gerät allerdings über die Zeit hinweg unbenutzbar. Mein Gerät leidet auch an sehr schlechter Sprachqualität. Meine Gespärchspartner fragen bis zu 2x in der Minute ob ich das zuletzt gesagte nicht wiederholen könne. Die Qualität entspricht ungefähr einem 70er-Jahre Wählscheibentelefon über eine Satelitenverbindung. Auch dieser Fehler ist bekannt und sehr viele Leute haben ihn mit ihren Geräten. http://www.android-hilfe.de/motorola-milestone/11655-motorola-milestone-gespraechsqualitaet-miserabel.html (81! Seiten Thread) Motorola schweigt dieses Problem leider tot und behauptet es würde nicht existieren. Die Community hat inzwischen herausgefunden woran es liegt. Das zweite Mikrofon zum erkennen und herausfiltern von Hintergrundgeräuschen oder dessen Steuersoftware/chip hat bei vielen Geräten einen Fehler und filtert die Stimme des Sprechenden gleich mit heraus. Eine echte QA-Katastrophe für ein Gerät dieser Preisklasse.
Nach dem Update auf Android 2.1 wurde es so schlimm, dass ich nun nur noch über ein zweites Handy telefoniert habe. Das Milestone wurde für seine "Hauptfunktion" unbenutzbar.
Deshalb habe ich mich dazu entschlossen es in Reperatur zu schicken, obwohl ich mir auch da nicht viele Hoffnungen machte. In den oben genannten Threads haben einige Leute das Gerät 5x! weggeschickt, ohne Besserung.
Nach Rücksprache mit meinem Händler ging mein Stein dann also auf die Reise zu http://www.datrepair.de , einer der beiden deutschen Vertragswerkstätten von Motorola. Zumindest ihr Imagefilm sah vielversprechend aus
1.7.2010
Gerät per DHL eingeschickt. Ich wurde gebeten das Gerät mit einer ausführlichen Fehlerbeschreibung einzusenden:
2.7.2010
Gerät ist bei dat repair angekommen. Das Reperaturtracking von dat repair hat mir gut gefallen, leider konnte das Reperaturergebnis nicht ganz mithalten.
8.7.2010
Das Gerät ist wieder "repariert" in meinen Händen.
Ich freute mich natürlich zunächst sehr, dann aber leider auch nur noch sehr kurz. Das Gerät lässt sich nicht mehr einschalten, da der Akku nicht mehr auflädt. Die Ladeanzeige bleibt stundenlang auf 5% stehen. Das ist zu wenig Saft um das Gerät hochzufahren. Ich vermute, dass mir entweder ein defekter Akku statt meines funktionierenden zurückgeschickt wurde (habe mir leider die Seriennummer des Akkus nicht aufgeschrieben), dass mein Akku beschädigt wurde oder dass bei der Reperatur die Ladeelektronik meines Steins beschädigt wurde. Sehr ärgerlich.
9.7.2010
Nach einer ganzen Nacht des Ladens hat der Akku leider nach wie vor nur stolze 5% auf der Brust. Ich rufe bei dat repair an und schildere mein Problem. "Das Gerät hat nach Test einwandfrei unser Haus verlassen, bitte schicken Sie es erneut ein". Man glaubte mir nicht so richtig oder wollte mich abwimmeln. Die Dame am Telefon bat mich das Ladegerät mit einzuschicken. Ich hatte auch schon daran gedacht, dass mein Ladegerät vielleicht kaputt gegangen sein könnte. Das halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich, da ich 2 Ladegeräte und eine Ladeschale besitze, die das Handy alle nicht mehr laden konnten.
Bevor ich mein Handy erneut auf die Reise schicken wollte, habe ich versucht einen Ersatzakku zu bekommen um zu testen ob es evtl nur am Akku liegt. Ein Anruf beim Mediamarkt offenbarte mir, dass dort verschiedene Akkus fürs Milestone von verschiedenen Herstellern vorrätig seien. Im Mediamarkt gab es dann leider doch nicht einen einzigen. Auch alle kleinen Telefonläden der Stadt hatten keinen auf Lager. Weder Vodafone, O2, noch The Phonehouse, etc. Ich werde das Handy also wohl ohne diesen Test zurücksenden müssen.
9.7.2010 (später)
Mein Milestone ist wieder auf der Reise nach Flensburg. Samt Akku und meinen 2 Ladegeräten.
12.7.2010
DHL lässt sich Zeit. Die Sendungsverfolgung sagt:
12.07.10 17:44 Uhr
Hagen
Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
13.7.2010
Mein Stein hat dat repair wieder erreicht.
14.7.2010
Ich habe bei dat repair angerufen und erneut um schnellere Bearbeitung gebeten, da der Fehler von dat repair versursacht wurde. Mir wurde gesagt, dass ich heute schon der 10. wäre der sich nicht gedulden könne. OK.
19.7.2010
Mein Stein wurde mal wieder repariert und ist unterwegs zu mir. Ich mache mir nicht mehr viele Hoffnungen. Vielleicht kann man ihn ja wenigstens wieder einschalten....
19.7.2010 (später)
Ich habe nochmal bei dat repair angerufen um herauszufinden ob und wie der Gesprächsqualitätsfehler behoben wurde. Der Herr am Telefon hat mir mitgeteilt, dass der Fehler inzwischen reparierbar wäre und der Bug gefunden wurde. Ich bin gespannt und weiss morgen mehr.
Er sagte mir gewechselt worden seien "Antenna Cap" und "Camera Lens irgendwas". Außerdem würde ich einen neuen Akku bekommen.
Ich bin gespannt....
20.7.2010
Mein Milestone ist wieder da und es geht sogar an
Mir wurde ein neuer Akku geschickt. Ich vermute, dass sie mir beim letzten Mal einen defekten zugesandt hatten. Leider kam nach dem ersten Einschalten bereits wieder die erste Ernüchterung. Beim Anmelden mit meinem Google-Konto kommt die Meldung "Es kann keine stabile Datenverbindung zum Server hergestellt werden". Das Problem ist hier beschriben: http://www.android-hilfe.de/t-mobile-pulse-forum/15879-keine-stabile-datenverbindung-zu-server.html Ich versuche das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.
27.7.2010
Nach dem Wipen vom Stein funktionierte wieder alles. Ziemlich Zeitgleich mit meinem Stein kam auch ein Softwareupdate auf Firmware 2.1.36 das bei sehr vielen Leuten die Probleme mit der SPrachqualität beseitigt hat. Mein Stein funktioniert jetzt aber ich weiss nicht ob es an dem Update oder der Reperatur lag. Ich zweifele da etwas. Zumal mein erstes Problem, die lockere Kopfhörerbuchse nur halbherzig beseitigt wurde. Sie sitzt jetzt fester, hat aber nach wie vor einen Wackelkontakt.
Fazit
15 Euro Porto, 3 Wochen ohne Handy, Reperaturen die nicht wirklich repariert haben. Zwangsverlängerung der Reperatur durch einen falschen Akku..... Ich hätte mir den Spuk sparen können glaube ich. Auf jeden Fall werde ich in Zukunft Motorola und dat repair meiden.
Vignette – Spielzeugkamera für Android
Vignette ist eine Kamera-App für Android die ein super Photo-Spielzeug abgibt. Mit sehr vielen (über 40) Effekten und Rahmen kann ein Photo direkt "live-bearbeitet" geschossen werden.
Hier ein paar meiner Vignette-Schnappschüsse mit einem Motorola Milestone, mehr gibts bei Flickr.
Meine (erschreckend langweiligen) Top10 Android-Apps
Apps für dies, Apps für das. Viele Apps, mehr Apps, nur noch Apps. Ich als Spielkind probiere natürlich so ziemlich jede Android-App aus, die mir interessant erscheint. Es macht mir Spass, sich das perfekte Werkzeug für jede Eventualität zu schaffen. Trotzdem habe ich mir die Frage gestellt, welche Apps ich wirklich regelmässig benutze. Natürlich gibt es auch dafür eine App, nämlich den "AppUsage Monitor". Nach 10 Tagen Selbsttest hier das ernüchternde Ergebnis: Auf Platz #1 - #4 Standardapps des Betriebssystems. Generation Nokia 3210: "*ICH* !!! brauche mein Handy *NUR* !!! zum telefonieren
". Direkt danach ein E-Book, das ich gerade lese. nsw ist mein Mediaplayer, Speedx 3D ein kurzweiliges Game. Den FTP-Server nutze ich um Daten von und auf das Handy zu schaufeln. #10 und nicht mehr auf dem Screenshot ist ConnectBot, ein sehr cooler mobiler SSH-Client. Ich werde alt. Wo sind mindestens 4 Games in den TOP 10? Wo ist die Porno-App? Warum ist kein Soziales Netzwerk mit dabei? SMS/MMS NICHT in den Top 10? Na ja. Was solls ...
Den Screenshot habe ich übrigens mit "ShootMe" gemacht. Kostenlos und sehr gut - allerdings nur für gerootete Droiden...






















