Daniels Blog
29Jan/120

Online per UMTS mit Surfstick unter Debian mit wvdial und O2 Mobile Flat

Da mein neuer DSL-Anschluss erst in einigen Wochen geschaltet wird, habe ich bei Alice die Option "Quickstart" gewählt. Hier erhält man eine SIM-Karte, mit der man 3 Monate lang kostenlos surfen kann, als Überbrückung, bis der DSL-Anschluss geschaltet wurde.

Natürlich wollte ich die Internetverbindung nicht über einen Client herstellen, sondern wie gewohnt über meinen Homeserver, der für das ganze Heimnetz als Router fungiert.

Die größten Probleme hatte ich mit der Alice Hotline. Mit der SIMkarte kam eine Kurzanleitung, wie man diese über das Alice-Portal aktivieren könne. Leider hat das Portal weder in Firefox, Chrome oder Opera richtig funktioniert. Ich bin nicht bis zur Aktivierung der SIMkarte vorgedrungen.

Also leider Anrufe auf der 01805 Hotline. Sehr ärgerlich für 42ct./Min.

Über die Hotline war die Akivierung der Karte zum Glück schnell erledigt, leider konnte man mir dort zunächst nicht den notwendigen APN für die Konfiguration von wvdial nennen. Ich wollte hier sicher gehen, da ich etwas Angst vor exorbitanten Rechnungen hatte bei falscher Konfiguration des Wertes. Hier konnte mir die Technik zum Glück weiterhelfen. Für die Alice / O2 Quickstart Mobile Internet Flat lautet der APN nach Angaben der Hotline "internet.partner1". Bei der Vergabe des Namens war wohl niemand vom Marketing beteiligt ;)

Als nächsten Schritt habe ich die SIMkarte in ein Handy eingelegt um auf die Aktivierung zu warten und diese mitzubekommen. Das ging recht schnell, nach ca. 30 Minuten war meine SIM bereits aktiv und konnte sich ins Netz einbuchen. Erstaunlich schnell, da die Aktivierung von Alice zunächst zu O2 propagiert wird. Um das Handy zu zwingen sich neu ins Netz einzubuchen, kann man es aus- und wieder einschalten. Ich habe nun mit dem Handy noch die PIN-Abfrage der SIM deaktiviert, da ich vor einiger Zeit schon einmal üble Probleme mit wvdial und einer PIN hatte.

Der Rest funktionierte erstaunlich gut.

Ich habe die SIM in meinen Huawei Surfstick (T-Mobile Surfstick III)

Bus 001 Device 004: ID 12d1:1003 Huawei Technologies Co., Ltd. E220 HSDPA Modem / E270 HSDPA/HSUPA Modem

eingelegt. Nach dem Einstecken in einen USB-Port stellt Debian mit einem aktuellen Kernel das Device /dev/ttyUSB0 zur Verfügung.

Dieses kann man mit wvdial ansprechen

#/etc/wvdial.conf

[Dialer Defaults]
Init1 = ATZ
Init2 = ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
Init3 = AT+CGDCONT=1,"IP","internet.partner1"
Phone = *99***1#
Password = blank
Username = blank
New PPPD = yes
Modem = /dev/ttyUSB0
Baud = 460800
Modem Type = USB Modem
Auto Reconnect = on

Danach kann mit einem "wvdial" die Verbindung hergestellt werden:

gbn-root-00:19:27 ~ -> wvdial
--> WvDial: Internet dialer version 1.60
--> Cannot get information for serial port.
--> Initializing modem.
--> Sending: ATZ
ATZ
OK
--> Sending: ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
OK
--> Sending: AT+CGDCONT=1,"IP","internet.partner1"
AT+CGDCONT=1,"IP","internet.partner1"
OK
--> Modem initialized.
--> Sending: ATDT*99***1#
--> Waiting for carrier.
ATDT*99***1#
CONNECT
--> Carrier detected.  Waiting for prompt.
--> Don't know what to do!  Starting pppd and hoping for the best.
--> Starting pppd at Sun Jan 29 00:19:58 2012
--> Pid of pppd: 3749
--> Using interface ppp0
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> local  IP address 10.43.145.228
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> remote IP address 10.64.64.64
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> primary   DNS address 193.189.244.225
--> pppd: ��� ��� ȧ�
--> secondary DNS address 193.189.244.206
--> pppd: ��� ��� ȧ� 

Danach steht über die Luftschnittstelle das Internet an Device PPP0 zur Verfügung, das man nun für Routing und Firewallregeln benutzen kann.

Der Downstream ist im Zentrum von Düsseldorf ganz in Ordnung, der Upstream lässt allerdings SEHR zu wünschen übrig:

Download-Geschwindigkeit: 2.082 kbit/s (260 kByte/s)
Upload-Geschwindigkeit:   71 kbit/s    (9 kByte/s)

Aber... Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Bezahlen würde ich für diese Performance allerdings nicht.


Nachtrag

Leider ist die Verbindung nicht stabil. Nach weniger als einer Stunde fliessen keine Daten mehr über PPP0, wvdial bekommt davon leider nichts mit und denkt die Verbindung sei noch aktiv, wählt also auch nicht selbstständig neu ein. Dieses Problem zu debuggen war mir zu kompliziert, da diese Notlösung ohnehin nur einige Wochen bis zur Schaltung des DSLers funktionieren muss. Das folgende kleine Skript überprüft ob die Verbindung noch steht. Falls nicht, wird wvdial gekillt und neu gestartet.

#!/bin/bash

ping -c1 www.google.de > /dev/null

if [ $? -ne 0 ];
        then
        killall wvdial
        echo `date` >> /var/log/connection_lost.log
        wvdial &
fi

Dieses Skript rufe ich automatisch über einen Cronjob auf und bin jetzt always on:

#/etc/crontab

# REDIAL CRAPPY O2 line
* * * * *       root    /root/scripts/redial_ppp


Fallstricke:

  • PIN-Schutz der SIM nicht deaktiviert
  • Die Verbindung über Mobilfunkprovider ist leider geNATtet. Der eigene Server ist von Außen nicht direkt erreichbar. Serverdienste können nur schwierig angeboten werden.
veröffentlicht unter: Dies und das keine Kommentare
5Dez/110

5 Plugins für mehr Privatsphäre beim Surfen mit Firefox

Die eigene Privatsphäre im Internet zu schützen wird immer schwieriger. Weder Industrie noch Politik haben Interesse daran, die Daten von Internetnutzen zu schützen. Vor einigen Jahren reichte es noch, nirgendwo seinen echten Namen und andere persönliche Daten wie Geburtsdatum oder Kontonummern anzugeben. Heute werden auf fast jeder Webseite unsichtbar im Hintergrund Daten gesammelt - und zwar nicht nur vom Betreiber der Webseite selbst, sondern auch von vielen weiteren kommerziellen Anbietern. Durch die Weitergabe der Daten an Dritte hat man selbst keinerlei Vorteile. Außerdem verliert man so mit der Zeit die Kontrolle über die eigenen Daten und ausgefeilte Profile über Konsumgewohnheiten, Interessen, Vorlieben und Abneigungen landen unbemerkt in nicht kontrollierbaren Datenbanken. Der Ausverkauf der Persönlichkeit ist in vollem Gang und nur ein wenig persönliche Informationshygiene hilft den neue Bedrohungen zu begegnen.

Da durch den Durchbruch von Facebook der Klarname ins Netz gewandert ist, ist die Verknüpfbarkeit von Surfgewohnheiten mit der eignen Person nicht mehr nur eine theoretische Möglichkeit sondern geschieht vollautomatisch und ständig.

In diesem Artikel werde ich einige Möglichkeiten auflisten seine Privatsphäre online zu verteidigen. Leider benötigen fast alle Maßnahmen eine gewisse Eigeninitiative und ein wenig Einarbeitung. Oft verliert man (zumindest am Anfang) etwas Komfort beim Surfen. Trotzdem kann die Nutzung der Tipps auf lange Sicht sehr nützlich sein.

Doch erstmal ein kleines Experiement. Für den kleinen Test habe ich einen aktuellen Firefoxbrowser in der Standardkonfiguration gestartet, alle vorhandenen Cookies gelöscht und danach 6 Seiten angesurft, und zwar Spiegel.de, Bild.de, GMX.de, Twitter, Facebook und eine Pornoseite. Das Ergebnis sind 21 neue permanente Cookies auf dem Rechner.

Bereits nach dem Aufruf dieser wenigen Seiten ist der Browser komplett verwanzt mit 3rd Party Cookies. Diese Cookies identifizieren meine Browserinstallation nun gegenüber den Urhebern und können von ihnen wieder ausgelesen werden. Dies kann zunächst einmal auf ihren eignen Seiten geschehen. Aber auch auf Seiten Dritter, mit welchen kooperiert wird.

So wird der Google-Cookie zum Beispiel auf jeder Seite gelesen , die Google-Analytics nutzt, Google Werbung schaltet, Google Maps einbindet oder einen der vielen anderen konstenlosen Google-Dienste für Webmaster benutzt. So erhält Google nicht nur eine Historie meiner Google Suchen, sondern nimmt es auch bei vielen anderen Seiten wahr, dass ich sie besuche.

Ähnlich läuft es mit den Cookies der anderen Anbieter. Werbefirmen, Marktforschungsinstitute, Spammer und Marketingfirmen versuchen ständig auf dem Browser Cookies zu setzen und auf Partnerseiten wieder auszulesen, um mehr über mich zu erfahren.

Dies geschieht entweder über kleine unsichbare Dateien auf der Webseite ("Zählpixel","TrackingImage") oder durch Javascripte, die auf den Partnerseiten eingebaut werden.

Ein erster Schritt für mehr Privatsphäre ist es also die Tracking-Cookie, Zählpixel und Tracking-JavaScript Flut zu bekämpfen.

 

 

Tipp 1 - Mit einem lokalen Hostfile einen Großteil der Spione komplett aussperren.

Als Grundimmunisierung gegen die Pest hilft ein lokales Hostfile. In jedem modernen Betriebssystem kann im Hostfile eine Liste von Domainnamen mit der dazugehörigen IP
hinterlegt werden. Das System benutzt zuerst das lokale Hostfile um Adressen im Internet nachzuschlagen, erst danach einen DNS-Server im Internet. Trägt man im Hostfile also Adressen von schädlichen Domains ein, die Tracking-Cookies setzen wollen und leitet die Anfragen an diese Seiten lokal um, kann der Browser diese schädlichen Seiten nicht mehr erreichen.

Somit hat man schon einen Großteil des Problems gelöst. Ein sehr gut gepflegtes Hostfile, das tausende von Trackingdomains enthält kann man hier finden:http://winhelp2002.mvps.org/hosts.txt Unter Linux speichert man es einfach als /etc/hosts auf dem lokalen Rechner ab, um es zu aktivieren.

#!/bin/bash
wget -O /tmp/tracking.txt http://winhelp2002.mvps.org/hosts.txt
mv /etc/hosts /etc/hosts.backup
mv /tmp/tracking.txt /etc/hosts

Betreibt man einen eigenen DNS-Server im LAN, kann man diesen auch so konfigurieren, dass er das Hostsfile nutzt und so automatisch das ganze LAN zentral befreien.

Tipp 2: Google nur das Nötigste mitteilen mit GoogleSharing

Google ist Tracker #1 im Internet und erfasst auf Umwegen inzwischen fast auf jeder besuchten Seite persönliche Daten, diese können durch persönliche Identifikation über GMail, Google+ oder andere personalisierte Dienste auf die eigene Person zurückgeführt werden und mit den eigenen Google-Suchen verknüpft werden. Dagegen hilft das Ablehnen des Google-Cookies und das interessante Firefox-Plugin GoogleSharing. Das Plugin anonymisert jeden Kontakt zu Google indem es ständig zufällige Identitäten erstellt, die mit allen anderen Nutzern des Plugins geteilt werden. Google kann bei Benutzung des Plugins den einzelnen Nutzer nicht mehr in dieser anonymisierten Zufallsmasse identifizieren.

Das Plugin funktioniert vollautomatisch und verringert die Geschwindigkeit von Google nur unerheblich.
GoogleSharing gibt es direkt in Firefox unter Extras/Addons oder von dieser Webseite: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/googlesharing/

Tipp 3: Volle Kontrolle über Cookies mit Cookie Monster

Cookies sind nicht nur zum Tracken da. Viele Webseiten benutzen sie für vollkommen legitime Funktionen, wie das Loginmanagement oder das Speichern von Benutzervoreinstellungen. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst einmal alle Cookies generell zu verbieten und danach Schritt für Schritt manuell die Cookies zu erlauben, die man tatsächlich für Seiten, die man häufig aktiv nutzt benötigt. Dies ist mit Firefox-Bordmitteln zwar möglich, aber leider recht umständlich. Hier hilft das kostenlose Plugin "Cookie Monster". Es befindet sich nach der Installation im Systemtray und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Cookieeinstellungen für die aktuell geöffnete Seite. Cookie Monster zu konfigurieren macht zunächst ein wenig Arbeit, da viele Seiten tatsächlich ohne Cookies nicht funktionieren, jedoch erhält man nach kurzer Zeit das bestmögliche Maß an individueller Cookiehygiene. Cookie Monster gibt es hier: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/cookie-monster/


Tipp 4: Tracking JavaScripte, IFRAMES und Flash-Movies verbieten mit NoScript

Die meisten Cookies werden durch JavaScripte gesetzt. Da sehr viele Webseiten beim kompletten Deaktivieren von Javascript unbenutzbar werden, muss man leider auch hier eine Selektion vornehmen, genauso wie bei den Cookies. Tracking kann auch über IFRAMES und Flash-Movies erfolgen, auch hier hilft NoScript.

Hier gilt der gleiche Ansatz: Zunächst einmal alle Scripte komplett verbieten und danach Stück für Stück benötigte Skripte erlauben. Dabei hilft das Firefox Plugin NoScript, das ähnlich wie Cookie Monster von der Taskleiste aus erreichbar ist und das Erlauben oder Verbieten von Javascript pro besuchter Seite erlaubt. Auch hier hat man zu Beginn viel Stress, fast gar nichts funktioniert mehr. Mit der Zeit hat man das Plugin allerdings so gut an die persönlichen Bedürfnisse angepasst, dass es kaum noch behindert. Als netter Zusatzeffekt laden viele Seiten deutlich schneller, da sie nicht während dem Seitenaufbau noch verschiedene externe Daten von Drittanbietern nachladen müssen.


Tipp 5: IP-Adresse anonymisieren mit TOR-Button

Durch die vorhergehenden Tipps habe ich nun zumindest schon einmal 99,9% der 3rd Party Tracker ausgeschaltet. Webseiten die ich besuche bekommen aber trotzdem noch mit wer ich bin und können meine IP-Adresse protokollieren. Hier hilft das TOR-Netzwerk, über das man anonym surfen kann. Das Prizip ist ähnlich dem GoogleSharing. Die eigene IP-Adresse geht in einem großen Pool anderer Adressen unter und ist nicht mehr auf den eigenen Anschluß zurückzuverfolgen.

TOR ist leider recht langsam und deshalb nicht für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Es kann aber fallweise sehr nützlich sein. TOR ist über ein Plugin sehr leicht in den Firefox zu integrieren und schnell ein- und ausschalten. Weitere Infos und Downloads gibt es hier: https://www.torproject.org/torbutton/


Tipp 6: Werbung entfernen mit AdBlock Plus

Alle Werbebanner, sich nicht durch die bisherigen Tipps ohnehin schon verabschiedet haben, kann man mit AdBlock Plus entfernen. Dieses Plugin benutzt eine Liste von Servern von Werbeanbietern und blockt den Zugriff auf deren Server. So kann Firefox keine Werbebanner und Filme mehr nachladen und die entsprechenden Stellen auf den Webseiten bleiben leer. Das Plugin funktioniert vollautomatisch und erwischt sehr viel Werbung, bevor sie den Browser erreichen kann. Werbung, die AdBlock nicht automatisch blockt, kann manuell markiert werden, so dass AdBlock sie danach erkennen und blocken kann. Adblock gibt es hier: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/adblock-plus

1Dez/111

Online Melderegisterauskunft in Düsseldorf macht schlechten Eindruck

Mir war nicht ganz klar, welche persönlichen Daten das Einwohnermeldeamt an wen weitergeben darf. Ich bin nach etwas Recherche auf diese Aktion der PIRATEN gestoßen, die dazu auffordern, der Weitergabe der eigenen Daten bei den Meldeämtern zu widersprechen. Viele Meldeämter geben die Daten nämlich inzwischen jedem! der zahlt. Dem kann man nur durch einen Widerspruch entgehen.

Daten von den Meldeämtern werden weitergegeben an:

Staatliche Behörden, bei berechtigtem Interesse im Rahmen der Amtshilfe

Also z.B. Polizei, Staatsanwaltschaft, statistische Ämter, etc.

die GEZ

Die Brüder kennen wir ja schon zur Genüge.

Parteien, Wählergruppen und anderen Trägern von Wahlvorschlägen im
Zusammenhang mit Parlaments- und Kommunalwahlen; § 35 Abs.1 MG NRW

Um die hübsche Hochglanz-Wahlwerbung zu erhalten.

an Antragsteller und Parteien im Zusammenhang mit Volksbegehren und
Volksentscheiden sowie mit Bürgerentscheiden; § 35 Abs.2 MG NRW

Um Hochglanz-Entscheidungshilfen bei den häufigen Volksabstimmungen zu erhalten.

im Wege des automatisierten Abrufs über das Internet; § 34 Abs.1b MG NRW

Das ist der Punkt, der mir bisher nicht bekannt war. Über ein Internetportal kann
jeder, der einige Kenndaten einer Person kennt automatisiert über das Internet
Meldeauskünfte einholen. Die Abfrage kostet zur Zeit 4 Euro pro Datensatz in Düsseldorf.

Das Meldegesetz NRW sagt an dieser Stelle:

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=210&bes_id=4655&aufgehoben=N&menu=1&sg=

§ 34 Abs.1b MG NRW
(1b) Soll der Abruf über das Internet ermöglicht werden, ist sicherzustellen, dass das Antragsverfahren und die Auskunftserteilung in verschlüsselter Form erfolgen. Die Eröffnung des Zugangs ist öffentlich bekannt zu machen. Ein Abruf ist nicht zulässig, wenn der Betroffene dieser Form der Auskunftserteilung widersprochen hat. Die Meldebehörde hat spätestens einen Monat vor der Eröffnung des Internetzugangs durch öffentliche Bekanntmachung auf das Widerspruchsrecht hinzuweisen. Im Übrigen gilt § 35 Abs. 6 Satz 2 entsprechend.

Ein Widerspruch gegen die Weitergabe der Daten ist durch das Ausfüllen eines Formulars möglich. Für Düsseldorf findet sich dieses hier: https://formulare.duesseldorf.de/forms/frm/7PRPfAZH5gQA8Ja8AkNGaH1rNpDcHR3 Dieses kann kostenlos in Bürgerämtern abgegeben werden. Danach ist kein Onlinezugriff auf die eigenen Daten mehr möglich. Anscheinend werden die Datenzugriffe regional von den jeweiligen Städten und Kreisen organisiert.

Auf meine Nachfrage bei der (sehr freundlichen) Sachbearbeiterin im Bürgerbüro hin, konnte
man mir leider nicht die URL des Abfrageportals mitteilen. Eine kurze Recherche hat mich dann aber schnell auf diese Seite der Stadt Düsseldorf geführt:

https://www.duesseldorf.de/emra/emra.jsp?stadt=D%FCsseldorf&art=Stadt

Das Portal machte technisch gelinde gesagt einen sehr zweifelhaften Eindruck.
Zunächst einmal scheint es keinerlei Captcha oder ähnliches zu geben. Eine Massenabfrage scheint also mit entsprechenden Skripten möglich zu sein.

Außerdem verabschiedete sich die Webapplikation bei meiner Testabfrage mit folgender Tomcat Fehlermeldung, da ich keine Cookies aktiviert hatte:

Dies lies mich dann doch zunehmend an der Professionalität einer Anwendung zweifeln, die Zugriff auf die Daten aller Bürger der Stadt bietet. Ein Skript sollte nicht abstürzen, wenn Voraussetzungen am Rechner des Benutzers nicht gegeben sind (in diesem Fall mein fehlender Cookie). Skript-Fehlermeldungen von Webservern, die sich im produktiven Einsatz befinden nicht zu deaktivieren ist fahrlässig, da sie viel über die verwendete Systemumgebung verraten können. Zumal man bei jsp (wie im Screenshot oben) je nach Konfiguration des Servers auch noch Kommentare des Programmierers und Quelltextschnippsel dazu bekommt. Hier wurde geschlampt. An einer Schnittstelle zu persönlichen Daten sollte das nicht passieren.

Aufhorchen ließ mich auch die benutze Tomcat Version, welche in der Fehlermeldung auch unten auftaucht. (Apache Tomcat/6.0.24) Dies ist eine ältere Version des Webservers vom 21.01.2010. Aktuell ist die Version 6.0.33. Der Melderegister-Server wurde 4 Versionen lang nicht aktualisiert. Schaut man sich die Sicherheitslücken an, die in diesen letzten Versionen behoben wurden, wird es langsam ungemütlich. Der Server befindet sich offensichtlich nicht im bestmöglichen Zustand:

http://tomcat.apache.org/security-6.html

Fixed in Apache Tomcat 6.0.33	released 18 Aug 2011

    Moderate: Multiple weaknesses in HTTP DIGEST authentication CVE-2011-1184

    The implementation of HTTP DIGEST authentication was discovered to have several weaknesses:

        replay attacks were permitted
        server nonces were not checked
        client nonce counts were not checked
        qop values were not checked
        realm values were not checked
        the server secret was hard-coded to a known string

    The result of these weaknesses is that DIGEST authentication was only as secure as BASIC authentication.

    This was fixed in revision 1158180.

    This was identified by the Tomcat security team on 16 March 2011 and made public on 26 September 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.32

    Low: Information disclosure CVE-2011-2204

    When using the MemoryUserDatabase (based on tomcat-users.xml) and creating users via JMX, an exception during the user creation process may trigger an error message in the JMX client that includes the user's password. This error message is also written to the Tomcat logs. User passwords are visible to administrators with JMX access and/or administrators with read access to the tomcat-users.xml file. Users that do not have these permissions but are able to read log files may be able to discover a user's password.

    This was fixed in revision 1140071.

    This was identified by Polina Genova on 14 June 2011 and made public on 27 June 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.32

    Low: Information disclosure CVE-2011-2526

    Tomcat provides support for sendfile with the HTTP NIO and HTTP APR connectors. sendfile is used automatically for content served via the DefaultServlet and deployed web applications may use it directly via setting request attributes. These request attributes were not validated. When running under a security manager, this lack of validation allowed a malicious web application to do one or more of the following that would normally be prevented by a security manager:

        return files to users that the security manager should make inaccessible
        terminate (via a crash) the JVM

    Additionally, these vulnerabilities only occur when all of the following are true:

        untrusted web applications are being used
        the SecurityManager is used to limit the untrusted web applications
        the HTTP NIO or HTTP APR connector is used
        sendfile is enabled for the connector (this is the default)

    This was fixed in revision 1146703.

    This was identified by the Tomcat security team on 7 July 2011 and made public on 13 July 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.32

    Important: Information disclosure CVE-2011-2729

    Due to a bug in the capabilities code, jsvc (the service wrapper for Linux that is part of the Commons Daemon project) does not drop capabilities allowing the application to access files and directories owned by superuser. This vulnerability only occurs when all of the following are true:

        Tomcat is running on a Linux operating system
        jsvc was compiled with libcap
        -user parameter is used

    Affected Tomcat versions shipped with source files for jsvc that included this vulnerability.

    This was fixed in revision 1153824.

    This was identified by Wilfried Weissmann on 20 July 2011 and made public on 12 August 2011.

    Affects: 6.0.30-6.0.32

Fixed in Apache Tomcat 6.0.32	released 03 Feb 2011

    Note: The issue below was fixed in Apache Tomcat 6.0.31 but the release vote for the 6.0.31 release candidate did not pass. Therefore, although users must download 6.0.32 to obtain a version that includes a fix for this issue, version 6.0.31 is not included in the list of affected versions.

    Important: Remote Denial Of Service CVE-2011-0534

    The NIO connector expands its buffer endlessly during request line processing. That behaviour can be used for a denial of service attack using a carefully crafted request.

    This was fixed in revision 1066313.

    This was identified by the Tomcat security team on 27 Jan 2011 and made public on 5 Feb 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.30

Fixed in Apache Tomcat 6.0.30	released 13 Jan 2011

    Low: Cross-site scripting CVE-2011-0013

    The HTML Manager interface displayed web application provided data, such as display names, without filtering. A malicious web application could trigger script execution by an administrative user when viewing the manager pages.

    This was fixed in revision 1057270.

    This was identified by the Tomcat security team on 12 Nov 2010 and made public on 5 Feb 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.29

    Moderate: Cross-site scripting CVE-2010-4172

    The Manager application used the user provided parameters sort and orderBy directly without filtering thereby permitting cross-site scripting.

    This was fixed in revision 1037779.

    This was first reported to the Tomcat security team on 15 Nov 2010 and made public on 22 Nov 2010.

    Affects: 6.0.12-6.0.29

    Low: SecurityManager file permission bypass CVE-2010-3718

    When running under a SecurityManager, access to the file system is limited but web applications are granted read/write permissions to the work directory. This directory is used for a variety of temporary files such as the intermediate files generated when compiling JSPs to Servlets. The location of the work directory is specified by a ServletContect attribute that is meant to be read-only to web applications. However, due to a coding error, the read-only setting was not applied. Therefore, a malicious web application may modify the attribute before Tomcat applies the file permissions. This can be used to grant read/write permissions to any area on the file system which a malicious web application may then take advantage of. This vulnerability is only applicable when hosting web applications from untrusted sources such as shared hosting environments.

    This was fixed in revision 1022560.

    This was discovered by the Tomcat security team on 12 Oct 2010 and made public on 5 Feb 2011.

    Affects: 6.0.0-6.0.29

Fixed in Apache Tomcat 6.0.28	released 9 Jul 2010

    Important: Remote Denial Of Service and Information Disclosure Vulnerability CVE-2010-2227

    Several flaws in the handling of the 'Transfer-Encoding' header were found that prevented the recycling of a buffer. A remote attacker could trigger this flaw which would cause subsequent requests to fail and/or information to leak between requests. This flaw is mitigated if Tomcat is behind a reverse proxy (such as Apache httpd 2.2) as the proxy should reject the invalid transfer encoding header.

    This was fixed in revision 958977.

    This was first reported to the Tomcat security team on 14 Jun 2010 and made public on 9 Jul 2010.

    Affects: 6.0.0-6.0.27

    Note: The issue below was fixed in Apache Tomcat 6.0.27 but the release vote for the 6.0.27 release candidate did not pass. Therefore, although users must download 6.0.28 to obtain a version that includes a fix for this issue, version 6.0.27 is not included in the list of affected versions.

    Low: Information disclosure in authentication headers CVE-2010-1157

    The WWW-Authenticate HTTP header for BASIC and DIGEST authentication includes a realm name. If a  element is specified for the application in web.xml it will be used. However, a  is not specified then Tomcat will generate realm name using the code snippet request.getServerName() + ":" + request.getServerPort(). In some circumstances this can expose the local host name or IP address of the machine running Tomcat.

    This was fixed in revision 936540.

    This was first reported to the Tomcat security team on 31 Dec 2009 and made public on 21 Apr 2010.

    Affects: 6.0.0-6.0.26

Das alles wirkt sehr unsicher und steht für mich exemplarisch für den gelebten Datenschutzwillen des Staates. Die Daten werden verkauft und es ist kaum jemandem bekannt. Die technische Umsetzung lässt sehr zu Wünschen übrig und läuft über technische Systeme, die bekanntermaßen fehlerhaft sind und dringend aktualisiert werden müssten. Auch scheint eine Endkontrolle und qualifizierte Abnahme bei IT-Projekten (die bekanntermaßen für den Staat meistens recht teuer sind) nicht immer stattzufinden.

Als einzigen Pluspunkt kann ich vermerken, dass es kein zentrales bundesweites Portal mit Online-Fernabfrage für alle Meldedaten zu geben scheint. Dann wären wir sicherlich nicht mehr weit entfernt von dem, was den Israelis vor Kurzem geschehen ist.

Ich bin froh, dass ich mich ausgetragen habe, aber ob jemand mit etwas krimineller Energie und technischem Verständnis nicht trotzdem (kostenlos) an meine Daten (und alle anderen) kommen könnte, halte ich zumindest für fragwürdig. Auf den ersten Blick wirkt das Düsseldorfer System nicht abgehärtet gegen Angriffe.

7Jul/110

Company Connect – Spass mit dem Telekom Vertrieb

Ein Kunde hatte ein Problem. Wegen einer speziellen Applikation, wurde ein schnellerer Ping nach Taiwan benötigt. Ein herkömmlicher Telekom DSLer brachte konstant 290 - 320ms zu Hinet, einem grossen taiwanesischen Provider. Eine streßfreie Nutzung der Applikation war mit diesen Paketlaufzeiten nicht möglich, deshalb forschte man nach Alternativen um eine schnellere Verbindung herzustellen. Ich war von Anfang an skeptisch ob eine Verbesserung der Situation überhaupt möglich war. Mit dem DSLer wurden die Pakete zunächst über das Telekom-Netz nach New York geroutet. Von dort aus ging es mit AT&T weiter quer durch die USA, dann über den Pazifik zu Hinet. Von Kalifornien bis Taiwan entstand der Hauptteil der Paketlaufzeit - fast 200ms. Meiner Meinung nach wäre eine Verbesserung nur möglich gewesen, wenn die Telekom selbst einen Backbone ihres Netzes in Taiwan unterhalten würde. Bei meiner Suche nach Anbietern, die das unmögliche leisten könnten, stieß ich auf das Telekom-Produkt Company Connect, das aus einer Standleitung besteht, die direkt an den Telekom-Backbones hängt. Telefonisch versicherte man mir, dass man mit "CoCo" ohne weiteres einen Ping unter 50ms nach Asien erreicht. Ich war freudig überrascht, aber nach wie vor skeptisch. Einige Tage später kam ein jung-dynamischer Telekom-Vertriebler ins Haus und bestätigte die Behauptung der Hotline erneut. "Ich habe mich für Sie erkundigt, das ist alles kein Problem. Die Telekom unterhält weltweit Backbones." Beim verlassen des Gebäudes erzählte er mir noch, dass er sich gerade einen neuen BMW bestellt hätte. Sehr schön. Am nächsten Tag kam per E-Mail direkt der Vertrag ins Haus. Wir schickten ihn mit dem Zusatz zurück, dass wir den Vertrag stornieren können, falls keine Pings unter 100ms nach Taiwan erreicht werden könnten. Die Telekom unterschrieb. Danach passierte erst einmal lange nichts mehr. Der Vertriebler hatte eine Schaltung innerhalb eines Monats zugesichert. Nach einem Monat fragten wir nach, der Vertriebler war allerdings ab dann (bis heute) nicht mehr erreichbar. Auch E-Mails an seine Abteilung wurden nicht beantwortet. Nach 2 1/2 Monaten wurden wir ungeduldig und drohten mit einer Stornierung des Auftrags, falls nicht innerhalb einer Woche ein Termin für die Schaltung vereinbart werden könnte. Danach ging es plötzlich sehr schnell. Die "Eskalationsstelle" organisierte einen Termin für uns, die Leitung wurde geschaltet. Für einen ersten Test klemmte ich einen Router und mein Netbook an die brandneue Leitung.

box-ww-11:57:35 ~ -> ping www.hinet.net
PING www.hinet.net (202.39.224.7) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 202-39-224-7.HINET-IP.hinet.net (202.39.224.7): icmp_req=1 ttl=237 time=306 ms
64 bytes from 202-39-224-7.HINET-IP.hinet.net (202.39.224.7): icmp_req=2 ttl=237 time=306 ms

LOL. Was hätte man anderes erwarten können? Exakt die gleichen Ping-Werte wie zuvor. Exakt die gleiche internationale Route wie zuvor. Kein technisches Problem. Einfach nur viel Bullshit-Blah-Blah. Ich bin gespannt, ob die Kündigung genauso "problemlos" funktionieren wird wie die Schaltung.

10Feb/110

USB Spickzettel: So sehen USB Stecker aus

Im Bild zu sehen von links nach rechts: Micro USB "B" - Mini USB "B" - Mini USB "B" 5 Pin - USB "A" weiblich - USB "A" männlich - USB "B" männlich

25Okt/100

Wie sieht eine Schufa-Auskunft aus?

Für einen neuen Mietvertrag verlangte mein neuer Vermieter eine Schufa-Auskunft von mir. Eine Schufa-Selbstauskunft bekommt man von der Schufa (https://www.meineschufa.de/index.php) kostenfrei per Post oder für 5 EUR online. Ich habe die Postvariante gewählt, die zunächst mit einigen Hindernissen verbunden war. Ca. 2 Wochen nach Antragsstellung bekam ich einen Brief von der Schufa. Ich wurde aufgefordert meine alten Adressen mitzuteilen, da die Daten meiner Person nicht eindeutig zugeordnet werden könnten. Eigentlich fand ich es ganz angenehm, dass die Schufa wohl nicht so sonderlich viel über mich wusste, aber da ich die Auskunft benötigte habe ich die verlangten Daten per E-Mail nachgereicht. Einige Tage später erhielt ich dann meine Schufaauskunft, die sehr viel weniger Daten enthielt als ich gedacht hätte. Im Endeffekt waren es nur meine (von mir mitgeteilten) ehemaligen Adressen, meine 2 Girokonten und eine Seite mit meinen Scores für die verschiedensten Bereiche des Geldlebens. Wie diese Scores zustande kommen erfährt man natürlich nicht.

25Okt/101

Nur noch 4 Tage Zeit: Personalausweis ohne RFID bestellen.

Ein "alter" Personalausweis ohne RFID Funk-Chip kann nur noch bis einschließlich Freitag beim lokalen Einwohnermeldeamt beantragt werden. Ab dem 1.11. gibt es nur noch den neuen (aus 10 cm Entfernung auslesbaren) Ausweis fürs Personal. Der alte Ausweis ist 10 Jahre gültig und kostet 13 Euro, falls der aktuelle noch länger als 6 Monate gültig ist. Falls der aktuelle Ausweis nur noch weniger als 6 Monate gültig ist, zahlt man 8 Euro. Auch bei Umzügen bleibt der "neue alte" gültig. Die Adresse wird wie gewohnt mit einem gestempelten Aufkleber überklebt.

1Okt/100

Endlich eine neue Kiste!

Nach fast sieben Jahren mit meinem guten alten Asus M6n (1,6Ghz Single Core und ATI-Grafik). Habe ich das Erscheinen von Starcraft 2 zum Anlass genommen mir endlich mal wieder eine neue Kiste zu gönnen. Da ich kaum noch mit dem PC gespielt habe, war eigentlich keine schnellere Hardware nötig, aber der Unterschied, auch auf dem Desktop ist schon ziemlich geil. Meine Zusammenstellung funktioniert zu 100% unter Ubuntu, lediglich die Grafikkarte funktioniert nicht mit dem Nouveau-Treiber, auf den ich aber Dank des proprietären NVidia-Treibers ohne Probleme verzichten kann. Nice.

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1Okt/100

Starcraft 2 unter Ubuntu und Wine. Das (fast) perfekte Setup

Starcraft II läuft erstaunlich gut unter Lucid mit wine. Allerdings gibt es einige Problemchen, die aus der Welt zu schaffen sind. Danach ist der Spielspass, zumindest mit einer relativ aktuellen NVidia-Grafikkarte fast perfekt. Meine Versuche mit einer ATI-Karte das Ganze hinzubekommen sind leider gescheitert.

Die Installation

Starcraft II zu installieren ist sehr einfach. Um es direkt von der DVD zu installieren, muss man etwas tricksen, einfacher ist es, sich über seinen Battle.net-Account die digitale Downloadversion zu besorgen. Diese lässt sich mit Wine starten, patcht sich auch brav hoch bis zur aktuellen Version und lässt den aktuellen Gameclient auf der Platte zurück.

Die Grafik

Um zu zocken benötigt man den proprietären NVidia-Treiber. Die Version die bei Lucid dabei ist, ist leider etwas angestaubt. Mit der aktuellen Version erhält man eine viel bessere Performance. Zum Glück gibt es ein PPA, das immer die aktuelle Version des Treibers nachliefert und automatisch installiert.

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-x-swat/x-updates
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Nun hat man die aktuellen NVidia-Treiber.

Um die Grafik-Performance weiter zu verbessern, erstellt man in der "Windows"-Registry einige Keys.

wine regedit
HKEY_CURRENT_USER/Software/Wine/Direct3D erstellen.

Danach unterhalb von "Direct3d" folgende String-Werte eintragen:

DirectDrawRenderer
opengl

Multisampling
disabled

OffScreenRenderingMode
pbuffer

UseGLSL
disabled

VertexShaderMode
hardware

VideoMemorySize
1024 (RAM der Grafikkarte)

Der Sound

ALSA, das Soundsystem unter Wine verträgt sich leider nicht besonders gut mit Pulseaudio. Der Sound funktioniert zwar, aber man kann keine MP3s oder andere Sounds unter Ubuntu laufen lassen, während man spielt. Ein Fork von Wine mit direktem Pulseaudio-Support behebt aber dieses Problem, so dass der Sound unter Starcraft sich mit allen anderen Sounds des Systems verträgt. Diese spezielle wine-Version hat wieder ein eigenes PPA:

sudo add-apt-repository ppa:c-korn/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Nun hat man die Wine-Version mit Pulseaudio-Support und sollte in der Wine-Konfiguration unter "Audio" Pulse-Audio auswählen. Zusätzlich stellt man Anwendungen/Windows-Version auf "Windows7" und fügt unter "Bibliotheken" eine neue Überschreibung für "mmdevapi" hinzu und stellt diese auf "Ausschalten"

In-Game scrollen mit Compiz-Würfel

In-Game kann es bei bestimmten Compiz-Konfigurationen, bei mir beim Desktop-Würfel zu Problemen mit dem scrollen kommen. Die Maus springt an den Kanten des Desktops weg. Um das zu beheben, öffnet man den Compizconfig Settings-Manager und navigiert zu "Würfel drehen -> Bindings -> Würfel rotieren". Hier stellt man die Werte für Drehen (nach links/rechts kippen) auf "Nichts".

Jetzt läuft Starcraft II Fullscreen mit funktionierendem Sound und netter Grafik. Leider einen Tick langsamer als unter Windows aber mit moderateren Grafikeinstellungen bekommt man ein sehr gutes Spielerlebnis.

Viel Spass!

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27Jul/100

Unlukrativer Royal Flush

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27Jul/100

Twitter is over capacity

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9Mai/100

NRW Wahl 2010

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